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Der Notzinger Weiher.

Geplanter Jugendzeltplatz

„Keine Partyzone“ am Notzinger Weiher

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Aufsicht, eine Altersgrenze von 16 Jahren und keinerlei Alkohol – für Landrat Martin Bayerstorfer sind das Voraussetzungen für den Jugendzeltplatz am Notzinger Weiher.

Notzing– Für den Jugendzeltplatz am Notzinger Weiher fehlt nur noch die Baugenehmigung. „Dann ist der Weg frei“, machte Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) am Montag im Kreisausschuss für Struktur, Verkehr und Umwelt deutlich. Schließlich habe das gleiche Gremium im November einstimmig die Kreisverwaltung mit vorbereitenden Maßnahmen für die Ertüchtigung des Notzinger Weihers beauftragt. 170 000 Euro seien dafür im diesjährigen Haushalt eingeplant.

Diese Aussage traf Bayerstorfer allerdings nur in Bezug auf den Zeltplatz selbst. Auf dem über vier Hektar großen Areal soll er im nordöstlichen Eck entstehen und nur 4900 Quadratmeter beanspruchen. Alle weiteren Maßnahmen für Liegewiesen, naturbelassene Bereiche und weiteres werden dem Landrat zufolge Schritt für Schritt angepackt.

Bisher gebe es nur Entwürfe. Diese möchte Bayerstorfer noch im Juli bei einer Informationsveranstaltung in Notzing auch interessierten Bürgern vorstellen. In den Prozess würden ohnehin Verbände von Bund Naturschutz bis Kreisjagdverband eingebunden. Der Kreisjugendring kenne die Pläne. „Die Vorsitzende ist begeistert“, erzählte Bayerstorfer.

Dem Gemeinderat Oberding waren die Pläne bereits vorgestellt worden. In diesen Genuss kamen nun die Kreisräte im Ausschuss für Struktur, Verkehr und Umwelt. Mit dem Landschaftsplan ist das Marzlinger Büro Narr Rist Türk beauftragt, das bereits den Kronthaler Weiher konzipiert hat. Über das Notzinger Areal sagte Landschaftsarchitekt Dietmar Narr im Ausschus: „Es ist ein Märchen im Dornröschenschlaf.“ Er sehe dort ein „unheimliches Aufwertungspotenzial“.

Der Zeltplatz werde eingezäunt und sei für 40 Kinder und Jugendliche im Alter unter 16 Jahren ausgelegt, sagte Narr. „Ich möchte nicht, dass wir mit dem Thema Alkohol Schwierigkeiten kriegen“, hakte hier Bayerstorfer ein. Das sei auch von der Gemeinde Oberding stark gewünscht. Aber mit der Altersgrenze 16 sei das gewährleistet. „Das wird keine Partyzone“, versprach der Landrat. Die Zeltlager seien stets beaufsichtigt.

Der Isener Architekt Udo Rieger plant die Gebäude. Nach seinen Worten wird ein großes Holzgebäude den Mittelpunkt bilden. Darin finden Teilnehmer Duschen und Toiletten sowie einen Aufenthaltsraum. Inklusive einer großen windgeschützten Veranda wird der Baukörper 21 auf neun Meter groß sein.

Bei der Gestaltung des Weihers könne schrittweise vorgegangen werden, erläuterte Narr. Der erste Abschnitt werde der Jugendzeltplatz plus Parkplatz sein. Der Stellplatz ist nahe beim Kiosk vorgesehen und trennt den Jugendzeltplatz vom Badebereich. Als zweiten Abschnitt schlägt der Landschaftarchitekt die Aufwertung des Kioskareals mit einer Terrasse vor. Am Schluss stehen die Liegewiese. Sie könne man so gestalten, dass sie verschiedene Altersgruppen anspricht. Zum Beispiel mit flachen Bereichen für Kleinkinder und Einstiegshilfen für Senioren.

Die naturschutzfachlichen Überprüfungen sind laut Narr noch nicht abgeschlossen. So empfehle die Untere Naturschutzbehörde, auch das Fledermaus-Aufkokmmen zu untersuchen, was erst im Herbst möglich sei.

Für den Badebereich schlägt Rieger ein Sanitärgebäude vor. „Im Sommer herrschen ja eigentlich untragbare hygienische Verhältnisse“, erklärte er. Bisher gebe es Dixi-Klos. Außerdem soll im Süden eine Wachstation für Wasserretter gebaut werden.

Das ganze westliche Ufer bleibt dem Naturschutz vorbehalten. Geplant ist ein Umweltbildungspfad, den auch die Kinder vom Zeltplatz erkunden können.

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