CSU Oberding

100-Mitglieder-Marke geknackt

Oberding - CSU-Ortsvorsitzender Bernhard Mücke zog in der Jahreshauptversammlung zufrieden Bilanz. Landrat Martin Bayerstorfer sprach über die Asyl-Herausforderung.

Mit voller Kraft in ruhiges Fahrwasser, so könnte man den Kurs des CSU-Ortsverbandes Oberding beschreiben. Probleme musste der Vorsitzende, Bürgermeister Bernhard Mücke, in seinem Rechenschaftsbericht nicht ansprechen. Ganz im Gegenteil: 2015 stand im Zeichen des 40-jährigen Bestehens. „Da hat sich was gerührt“, so Mücke. Beim Feiern werde es sicher jährliche Wiederholungen geben, wenn auch nicht unter dem Aspekt eines Jubiläums.

Der Ortsverband habe die magische Grenze von 100 Mitgliedern geknackt, berichtete der Vorsitzende. Drei Austritten standen fünf Neuzugänge gegenüber. Dank Verstärkung durch die Junge Union bezeichnete Mücke den Altersdurchschnitt als zufriedenstellend. Zur Versammlung in der Pizzeria Napoli im TuS-Sportheim waren 30 Stimmberechtigte gekommen.

Zu wählen galt es die Delegierten zur Kreisvertreterversammlung zur Bundestagswahl. Die Wartezeit, bis die Stimmen ausgezählt waren, nutzte Landrat Martin Bayerstorfer für sein Grußwort, in dem er auf das Flüchtlingsthema einging. Im Camp Shelterschleife im Fliegerhorst herrsche momentan Ruhe. Dennoch beklagte er, dass rund 15 000 Flüchtlinge ohne Registrierung weitergereist seien. Im Landkreis seien derzeit 1500 Asylbewerber gemeldet, gegenüber 350 im Vorjahr. „Eine enorme Herausforderung“, erklärte Bayerstorfer, „und ich bin froh über die große Anzahl der freiwilligen Helfer“.

Man könne stolz sein auf das großzügige Asylrecht in Deutschland, aber die Forderungen nach einer Einwanderungsquote seien „scheinheilig“, meinte der Landrat. Dies bedeute auszuwählen, ohne auf die Bedrohungssituation einzugehen. Ebenso fadenscheinig sei das Argument, man könne den Facharbeitermangel durch Flüchtlinge lösen. Denn es handele sich dann um billige Arbeitskräfte. In Europa gebe es eine hohe Jugendarbeitslosigkeit, und jedem EU-Bürger stehe es frei, eine angebotene Stelle anzunehmen.

Nur kurz ging Mücke vor den Ehrungen auf das Thema ein und berichtete, dass Ende April auch in Oberding die ersten Container für Asylbewerber bereitgestellt würden. Ob sie sogleich bezogen werden, sei noch nicht absehbar.

Gert Seidel

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