Großalarm in Hamburg nach Explosion an S-Bahnhof

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Zeichen der Zufriedenheit: Mehr als 50 Zuhörer fanden sich zur Bürgerversammlung Oberding ein . Foto: Seidel

Bürgerversammlung Oberding

Großer Haushalt, kleine Sorgen

Alles bestens in Oberding: In der mit rund 50 Gästen eher mäßig besuchten Bürgerversammlung, gab’s so gut wie keine Kritik. Dafür erfuhren die Bürger jede Menge über aktuelle Bauvorhaben in der Gemeinde.

Oberding– Es läuft bestens in Oberding. Bezeichnend dafür dürfte das mit etwas mehr als 50 Besuchern eher geringe Interesse an der Bürgerversammlung gewesen sein. Dabei hatte Bürgermeister Bernhard Mücke keine Mühe, kurz und bündig durch die Erfolgsbilanz seiner Gemeinde zu führen.

Das vergangene Haushaltsjahr wurde mit insgesamt 58,5 Millionen Euro abgeschlossen, und heuer dürften es nicht viel weniger werden. Zwar wird vorsichtig mit 17,5 Millionen Euro Gewerbesteuer kalkuliert, in der Abrechnung darf man sich aber auf circa 30 Millionen freuen. Ein Nebeneffekt: Die Steuerkraft der nunmehr 6492 Einwohner – gestiegen um 2,3 Prozent – liegt bei gut 4400 Euro im Vergleich zum Landesdurchschnitt mit 925 Euro. Im Vergleich ist Oberding eine junge Gemeinde mit 1174 Einwohnern bis 18 Jahren, 4539 im erwerbsfähigen Alter und 779 Personen über 65 Jahren. Dies verdeutlicht auch die Entwicklung auf dem Baumarkt: In diesem Jahr wurden bereits 68 Bauanträge von der Wohnbebauung über Gewerbe bis zur Landwirtschaft eingereicht, davon nur drei zurückgewiesen.

Doch keine Bilanz ohne dunkle Wolken: Bürgermeister Mücke sprach hier das neue Einheimischenmodell nach EU-Richtlinien an. „Schmerzen bereitet insbesondere die Obergrenze beim Einkommen“. Im Frühjahr will der Gemeinderat eine Regelung erarbeiten und dabei auch einen Ausblick auf die nächsten Baugebiete für Einheimische vorstellen.

Auch wo gebaut wird, gibt es Probleme, etwa beim Bau der Nahwärmeleitung in Schwaig. Die Firma Helmar mit Subunternehmen der Firma Geissendörfer ist zwei Monate in Verzug. „Die Bürger haben wirklich zu leiden, und mir liegt die Baustelle quer im Magen“, so Mücke. Dennoch sollen bis Ende November alle Anschließer mit Nahwärme versorgt werden.

Geringeren Verzug gibt es bei der Dreifach-Sporthalle mit Tiefgarage. Letztere wurde vergangene Woche getestet und für gut befunden, wenn auch mancher Scheu hat, ins Erdreich einzufahren. Auch die Turnhalle mit 1530 Quadratmetern Hallenfläche dürfte zu Weihnachten fertig sein. Mit dem Genehmigungsverfahren könnte es dann nach den Weihnachtsferien zur Belegung kommen.

Erster Erfolg ist schon die Solaranlage, die das gesamte Schulzentrum versorgt. Über das macht sich der Gemeinderat noch Gedanken, nachdem das Architekturbüro Schankula aus München den Architekturwettbewerb für sich entscheiden konnte und der Vorentwurf im Frühjahr vorgestellt wird.

Die Gemeinde konnte das Gelände im ehemaligen Bayernwerk Aufkirchen erwerben und will durch eine Planung des Architekturbüros Ludwig Mayer den Bauhof aussiedeln. Für das Gelände in Oberding bietet sich als Planspiel der Neubau oder die Erweiterung des Rathaus an.

Kritik fanden die Oberdinger wenig, einmal mehr jedoch an den Dauerparkern, häufig Flugpassagiere. Rathauschef Mücke versprach, nach einer Lösung zu suchen, gab aber auch zu bedenken, dass vielfach die Zahl der Autos pro Haushalt steige, während gleichzeitig die Garage anderweitig genutzt werde. Dass die Tempo-30-Zone, insbesondere an der Schule nicht jedem Recht ist, räumte der Rathauschef ein. „Mir geht es selber so“, erklärte er, „dass man mal auf die Bremse steigen muss“.

Gert Seidel

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