Da war sie noch eine Baustelle: die neue Grund- und Mittelschule in Oberding.
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Da war sie noch eine Baustelle: die neue Grund- und Mittelschule in Oberding.

Rektor der Grund- und Mittelschule erklärt, warum

Corona-Teststraße nur an der Oberdinger Realschule

  • Markus Schwarzkugler
    vonMarkus Schwarzkugler
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An der Realschule Oberding gibt es eine Corona-Teststraße unter Feuerwehr-Aufsicht. An der Grund- und Mittelschule ist das aktuell kein Thema. Der Rektor erklärt, warum.

Oberding – Eine Corona-Teststraße gibt es wie berichtet an der Realschule Oberding. Sie läuft unter Aufsicht der Feuerwehr und mit finanzieller Unterstützung seitens der Gemeinde. Eine gute Idee auch für die neue Grund- und Mittelschule direkt nebenan? Dagegen gäbe es wohl kaum etwas einzuwenden, Schulleiter Johann Deschu erklärt im Gespräch mit unserer Zeitung aber, warum die Teststraße in seinem Haus aktuell nicht möglich ist.

Deschu verweist auf ein Schreiben des Kultusministeriums vom 9. April, das die Grund- und Mittelschulen betrifft. Darin heißt es: „Die Selbsttests finden grundsätzlich im Klassenverband in den Klassenzimmern statt. Andere Räumlichkeiten können genutzt werden, sofern auch dort die Hygienevorschriften eingehalten und die Beaufsichtigung sichergestellt werden.“ Ansammlungen ohne Einhaltung des Mindestabstands und Durchmischungen von Schülern aus mehreren Klassen seien jedoch zu vermeiden. „Die Aufsicht und Anleitung bei der Durchfuhrung der Selbsttests erfolgt grundsätzlich durch die jeweilige Lehrkraft“, heißt es außerdem in dem Schreiben.

Bürgermeister Bernhard Mücke habe ihn wegen einer möglichen Teststraße angerufen, berichtet Deschu. Doch eine solche ist für ihn in Anbetracht des Schreibens „eigentlich grundsätzlich nicht erlaubt“. An der Grund- und Mittelschule – aktuell vor Ort unterrichtet werden nur die Viert- und Neuntklässler – sind bislang 300 Selbsttests durchgeführt worden, allesamt mit negativem Ergebnis. „Die Erfahrungen sind rundum gut“, bilanziert Deschu, der sich sicher ist, dass auch mit einem positiven Fall in seinem Haus vernünftig umgegangen würde. Montags, mittwochs und freitags wird getestet. „Wir haben bis zu den Pfingstferien genug Tests“, so Deschu.

Ein Unterschied zur Realschule hinsichtlich Teststraße: „Die Zehntklässler stellen sich halt brav in der Reihe an.“ Das sei bei jüngeren Schülern eventuell nicht der Fall, meint Deschu. Für ihn wäre der Idealfall, die Eltern würden die Tests zuhause mit ihren Kindern durchführen dürfen. „Am besten ist es, wenn ein infiziertes Kind erst gar nicht in die Schule kommt. Scheinbar hat man hier nicht so das Vertrauen in die Eltern. Ich denke nicht, dass sie ein krankes Kind in die Schule schicken würden.“

Interessant wäre es, so Deschu, wie sich die Erstklässler beim Testen verhalten werden, wenn sie irgendwann wieder in die Schule gehen dürfen. Das erste Testen der Erst- und Zweitklässler könnte dann unter Mithilfe der Feuerwehr stattfinden, kann sich Deschu vorstellen. Die Floriansjünger seien auch bei der Premiere der Selbsttests am Montag nach den Osterferien dabei gewesen. Das sei „pädagogisch super“ gewesen. Ob nun Selbsttest daheim oder Selbsttest in der Schule: „Eine 100-prozentige Sicherheit hat man so oder so nicht“, sagt der Schulleiter.

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