Dreifach-Sporthalle in Oberding 

Elektroarbeiten werden schon wieder teurer

Die Gemeinde Oberding muss für die Elektroarbeiten an der Dreifach-Sporthalle tiefer in die Tasche greifen. Und auch der Brandschutz schlägt ordentlich zu Buche.

Oberding– Die Elektroarbeiten an der Dreifach-Sporthalle in Oberding werden noch einmal teurer. Der Gemeinderat musste sich in seiner Sitzung mit den Nachtragsangeboten sieben bis neun befassen. Die Begeisterung hielt sich in Grenzen. Im Einzelnen ging es um den Einsatz einer Teleskop-Arbeitsbühne für Arbeiten an der Decke und der Tribüne. Gut 5800 Euro mehr sind es hier. Allerdings ist diese Mehrausgabe nicht dem Elektriker allein anzulasten, da das Gerät, das ein Gerüst überflüssig macht, auch von anderen Gewerken gebraucht wird. Vom Elektriker zu vertreten sind nur 523 Euro, weil er die Sicherheit bei den Abschottungen der Kabel verbessert und auf andere, geringfügig teurere Materialien zurückgegriffen hat. Das war dem Gemeinderat aber bei dieser Summe keine Debatte wert.

Die Augenbrauen mussten die Bürgervertreter allerdings hochziehen, weil dem Brandschutz-Sachverständigen nachträglich eingefallen war, dass im Bereich der sogenannten Prallwand die Kabel in Stahl-Panzerrohren zu verlegen sind. Macht volle 14 600 Euro mehr, die der Handwerksmeister sicher nicht zu verantworten hat. „Das sagt der Brandschutz, und wenn wir das nicht machen, dann kriegen wir keine Genehmigung“, musste Bürgermeister Bernhard Mücke (CSU) dem Gemeinderat erklären. Dem blieb folglich nichts anderes übrig, als in den sauren Apfel zu beißen.

Schon in der Mai-Sitzung waren die Elektroarbeiten mit einem Aufschlag von 24 000 Euro Thema gewesen. Auch da war nicht der Handwerker, sondern die Gemeinde der Verursacher, weil sie eine Umplanung vorgenommen hatte.

Sekretariat: Möbel aus Österreich

Tief in die Tasche greifen muss die Kommune auch bei der neuen Möblierung für das Sekretariat der Realschule. Bürgermeister Mücke musste sich schon einige kritische Fragen anhören, als es darum ging, dass der Gemeinderat die Ausstattung für gut 30 800 Euro an ein österreichisches Unternehmen vergeben musste. Ob denn die einheimischen Betriebe wirklich kein Angebot abgegeben hätten, wollten die Räte wissen.

Mücke holte weit aus und plauderte aus den Nähkästchen der kommunalen Vergaben: Da gebe es eine „erste Runde“, bei der die örtlichen Betriebe angefragt würden, ob sie Interesse hätten. „Wir sagen denen kurz, um was es geht, welchen Umfang das hat.“ Dann gehe die Ausschreibung raus, bei der natürlich die Unternehmen, die Interesse gezeigt hätten, mit angeschrieben würden.

Er erlebe aber immer wieder, dass gerade die ortsansässigen Betriebe absagen würden mit der Begründung: „Wir sind voll.“ Es gebe aber auch andere, die erst Interesse bekundeten, dann die Ausschreibungsunterlagen erhielten, aber kein Angebot abgeben. Gerüchte, dass das alles zu kurzfristig sei, konnte Mücke widerlegen: „Die haben alle genügend Zeit gehabt.“ Das gelte auch für den Ausführungszeitraum.

Diese Informationen stellten den Rat zufrieden, auch wenn bei dem genannten Gewerk von acht Firmen, die angeschrieben worden sind, gerade mal ein wertbares Angebot eingegangen ist – eben das der Österreicher.

Klaus Kuhn

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