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Ein Segen für viele Senioren

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Von: Markus Schwarzkugler

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Immer ansprechbar für Senioren und Angehörige: Gudrun Endlicher-Döllel (r.) mit ihrer Kollegin Sandra Pollerer.
Immer ansprechbar für Senioren und Angehörige: Gudrun Endlicher-Döllel (r.) mit ihrer Kollegin Sandra Pollerer. © Olaf Heid

Gerade für viele - einsame - Senioren hat Corona das Leben erschwert. Unser Leserhilfswerk Licht in die Herzen unterstützt die wertvolle Arbeit des Pflegestern Seniorenservices.

Oberding/Finsing – Corona hat das Leben schwieriger gemacht, nicht zuletzt für einsame Senioren. Gut, wenn diese sich auf Hilfe verlassen können. So zum Beispiel die 91-jährige Frau O. „Sie lebt ganz alleine, hat keine Nachbarn“, erzählt Gudrun Endlicher-Döllel von der Beratungsstelle für Senioren und Angehörige in Oberding. Über unser Leserhilfswerk Licht in die Herzen konnte der betagten Dame geholfen werden. Ihr wurden Fahrdienste für Besuche, Einkäufe und sogar die Teilnahme an der Skigymnastik ermöglicht. Das ist nur ein Beispiel für die vielfältige Hilfe.

Seit April 2011 gibt es in Oberding unter dem Dach der Pflegestern Seniorenservice gGmbH die Beratungsstelle für Senioren. Gesellschafter der Einrichtung sind die Gemeinden Oberding, Finsing, Poing und Anzing sowie die Stiftung Seniorenhaus in Grafing. Das Beratungsbüro ist im Haus des Pflegestern-Seniorenzentrums an der St.-Georg-Straße in Oberding zu finden.

Wo kann ich mich beraten lassen, wenn ein Elternteil dement ist und ich Unterstützung brauche? Wer hilft, wenn der Alltag im Alter beschwerlicher wird? Wie beantrage ich einen Pflegegrad? „Unsere Beratungsstelle ist als vertraute und zuverlässige Anlaufstation gerade in dieser Zeit sehr wichtig“, sagt Endlicher-Döllel und berichtet: „Wir vermitteln ehrenamtliche Besuchsdienste, um spazieren zu gehen, das Gedächtnis bei Spielen zu trainieren oder sich einfach zu unterhalten. Zudem Einkaufshilfen, Fahrdienste, auch ganz individuelle Hilfen – und wir organisieren parallel dazu Veranstaltungen.“

Der Mittagstisch als Treffpunkt mit der Möglichkeit zum sozialen Austausch, die Sitzgymnastik und das Gedächtnistraining konnten zuletzt trotz Pandemie unter den entsprechenden Hygienemaßnahmen fast durchgängig stattfinden, wie Endlicher-Döllel berichtet.

„Der Höhepunkt im Jahr war ein Ausflug mit dem Bus an den Tegernsee, der mit Hilfe der Spenden von Licht in die Herzen finanziert wurde.“ Daran teilgenommen haben 51 ältere Menschen der Generation 80 plus, zum Teil mit Handicap. „Mit ehrenamtlicher Unterstützung konnten sie den Ausflug und die Schifffahrt bei schönstem Wetter genießen“, freut sich Endlicher-Döllel, die das Betreute Wohnen zu Hause in Oberding und Finsing leitet –ein weiteres Angebot unter dem Dach des Pflegesterns.

„Dank der Gelder können wir vielen Senioren mit größeren und kleineren Hilfen unter die Arme greifen, ihnen viele Sorgen und Nöte nehmen, aber auch Freude bereiten“, sagt sie.

Geld fließt zum Beispiel auch in den Hausnotruf für zwei sturzgefährdete Seniorinnen, in die Übernahme von Gartenarbeiten und Winterdienst durch ehrenamtliche Mitarbeiter, in Reparaturarbeiten etwa an der Heizung, in Ostergeschenke für Senioren oder – ein ganz aktuelles Thema – in den Transport zur Impfung. Ein weiteres Beispiel ist ein Rheumatiker, dessen Rechnungen für das Essen auf Rädern bezahlt wurden. Finanzielle Sorgen sind bekanntlich ein weiteres, immer mehr zunehmendes Problem unter Senioren.

Beratungen:

Vor Ort in Oberding: montags, mittwochs und donnerstags von 9 bis 12 Uhr sowie nach Verein-barung und Voranmeldung,Tel. (0 81 22) 95834-20 oder-22; E-Mail: bwzh-ober-ding@pflegesterngmbh.de. – In Finsing: Münchner Straße 8, Tel. (0 81 22) 95834-20.

Licht in die Herzen

Das Leserhilfswerk des Erdinger/Dorfener Anzeiger unterstützt unverschuldet in Not geratene Bürger im Landkreis und die Arbeit des Pflegestern Seniorenservices. Spenden sind auf das Konto (Nummer 17 111) bei der Sparkasse Erding möglich. Kontoinhaber: Zeitungsverlag Oberbayern. IBAN:DE54 7005 1995 0000 0171 11.Auf Wunsch werden Spendenquittungen ausgestellt. Dies vermerken Sie bitte mit Ihrer Adresse auf dem Überweisungsträger. Die Namen der Spender werden veröffentlicht. Wer dies nicht wünscht, vermerkt es bitte ebenfalls auf der Überweisung.

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