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Mit schwerem Gerät musste die Feuerwehr den jungen Dorfener aus dem Wrack retten.

Chaos im Berufsverkehr

Der erste Schnee: Drei schwere Unfälle

  • Hans Moritz
    VonHans Moritz
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Mit aller Macht hat ab Montagnachmittag der Winter Einzug ins Erdinger Land gehalten. Zwei junge Menschen verunglückten bei Unfällen schwer. Die wenige Zentimeter dicke Schneedecke reichte, um am Dienstag den Berufsverkehr ins Chaos zu stürzen.

Landkreis - Bös erwischte es einen 18 Jahre alten Dorfener in der Nähe von Traunstein. Der junge Mann war auf der B 304 unterwegs. Die schneebedeckte Auffahrt zur Bundesstraße in Richtung Waging nahm der Fahranfänger mit zu hoher Geschwindigkeit. Sein Wagen geriet nach Polizeiangaben ins Schleudern und stieß frontal mit einem entgegenkommenden Milch-Laster zusammen, der von einem 26-Jährigen aus Fischbachau gesteuert wurde. Tragisch: Der junge Mann kollidierte in der Folge mit dem Auto eines weiteren Dorfeners (19). Beide absolvieren gemeinsam eine Ausbildung.

Der Verursacher wurde im Wrack eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit schwerem Gerät befreit werden. Mit gravierenden Verletzungen kam er ins Klinikum Traunstein. Der zweite Dorfener wurde leicht verletzt. Der Lkw-Fahrer blieb unversehrt. Den Gesamtschaden beziffert die Polizei mit mindestens 20 000 Euro. Die B 304 war rund drei Stunden komplett gesperrt.

Bei Notzingermoos war ein 20-Jähriger auf glatter Fahrbahn gegen einen Baum geprallt.

Gegen 21 Uhr verunglückte ein 20 Jahre alter Hallbergmooser auf der Kreisstraße ED 7. Bei Notzingermoos (Gemeinde Oberding) war der junge Mann mit seinem Audi nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen und wurde vom BRK-Rettungsdienst ins Klinikum Erding gefahren. Der Audi hat Totalschaden. Die Feuerwehr Notzing sperrte die Straße für die Bergung.

Ein dritter Glätteunfall passierte gegen 23.30 Uhr auf der B 15 bei Hohenpolding. Laut Dorfener Polizei war ein Dorfener (28) zu schnell unterwegs. Trotz Winterreifen geriet der Wagen ins Schleudern und kam nach links von der Fahrbahn ab. Er streifte einen Baum, überfuhr ein Gedenkkreuz und blieb im Graben liegen. Der Schaden beläuft sich auf 8000 Euro. Der Fahrer blieb unverletzt.

In Geduld üben mussten sich die Berufspendler am Dienstagmorgen. Auf der A 92 Deggendorf – München staute sich der Verkehr von Landshut bis zum Kreuz Flughafen München. Und auf der A 94 Passau ging es von Pastetten bis München nur langsam voran.

Eine einsatzreiche Nacht hatten einige Feuerwehren. Der Last des nassen Schnees hielten etliche Bäume nicht stand und fielen auf Fahrbahnen. Zeitweise war unter anderem die Staatsstraße Erding – Dorfen blockiert. Auch im S-Bahn-Verkehr kam es witterungsbedingt zu erheblichen Verspätungen.

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