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Angekommen: Die Lebensmittel, vor allem Reis, wurden bereits an Bedürftige in der südindischen Diözese Kottar verteilt.

Spendenaufruf von Patenschaftsverein erfolgreich

Für Familien in Südindien: 15 000 Euro Corona-Hilfe aus Aufkirchen

  • Gabi Zierz
    vonGabi Zierz
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Auf große Resonanz stieß der Spendenaufruf des Aufkirchener Vereins Kinderpatenschaften Südindien: Rund 15 000 Euro sind an Corona-Soforthilfe eingegangen.

Aufkirchen– Auf große Resonanz stieß der Spendenaufruf des Aufkirchener Vereins Kinderpatenschaften Südindien: Rund 15 000 Euro sind an Corona-Solidaritätsspenden eingegangen. Geld, das die Menschen in Südindien dringend zum Überleben brauchen.

Mitten in der Corona-Krise hatte den Verein der Hilferuf von Pater Jeremias aus der Diözese Kottar erreicht. „Aufgrund der staatlich angeordneten Schutzmaßnahmen haben dort viele Wanderarbeiter und Tagelöhner ihre Jobs in den Metropolen verloren und mussten mit leeren Händen zu ihren Familien aufs Land zurückkehren“, beschreibt Vorsitzende Monika Dirsch die Lage vor Ort. Damit sei die einzige Einnahmequelle weggebrochen. „Es fehlte und fehlt bis heute das Geld zum Einkauf von Lebensmitteln und sonstigen lebensnotwendigen Dingen.“ Vor allem die kastenlosen Menschen seien zum Überleben auf Spenden angewiesen, da die meisten keinen Zugang zu staatlicher Hilfe hätten, so Dirsch.

Der indische Pfarrer Jeremias, Betreuer und Ansprechpartner für die Oberdinger in Kottar, hatte deshalb um solidarische Unterstützung gebeten. Sein Vorschlag: Mit einer Mindestspende von zehn Euro könne man sehr viel bewegen und großes Leid abwenden. Die Vorstand rief daraufhin die rund 200 Paten sowie Mitglieder und Freunde des Vereins zu einer Solidaritätsspende auf. So kamen 15 000 Euro zusammen.

In enger Absprache mit Pfarrer Jeremias habe man sehr schnell über eine sachgerechte und notlindernde Verwendung dieser Gelder entschieden, erklärt Dirsch. Mit ihrem Stellvertreter Andreas Biller aus Niederding versichert sie, „dass die inzwischen überwiesene Spendensumme zu 100 Prozent in Form von Lebensmittelzuschüssen oder durch direkte Verteilung von Nahrungsmittelpaketen nur bei den Familien eingesetzt wird, die wegen der fehlenden Verdienstmöglichkeiten nur noch wenig zum Essen haben und zum Hungern verurteilt sind“. Ein Zuschuss im Wert von 25 Euro entspreche etwa dem halben Monatslohns eines Tagelöhners. Dirsch, Biller und der gesamte Vorstand sind überwältigt von dieser Hilfsbereitschaft und bedanken sich bei allen, die zu diesem großartigen Ergebnis beigetragen haben.

Der in Aufkirchen ansässige Verein hilft seit vielen Jahren mit über 300 Kinderpatenschaften bedürftigen Familien in Kottar. Damit kann wenigstens einem Kind aus den Familien eine abgeschlossene Schulbildung und eine kostenpflichtige Ausbildung ermöglicht werden. Eine Patenschaft kostet 120 Euro im Jahr. Den Kontakt hatte Pfarrer Jesudason Thomas hergestellt, der aus Kottar stammt und von 1994 bis 2003 mit Diakon Sebastian Lenz den Pfarrverband Aufkirchen leitete. Immer wieder berichtet er von den Menschen und ihren Nöten in seiner Heimat.

Kontakt: Wer spenden oder eine Patenschaft übernehmen will, kann sich im Internet auf www.kinderpatenschaften-suedindien.de informieren.

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