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Nicht berühren: Der Riesenbärenklau sondert einen Saft ab, der schwere Hautverbrennungen auslöst.

Vorkommen im Erdinger Moos 

Gefährlicher Riesenbärenklau am Wegrand

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Bei Spaziergängen im Erdinger Moos ist Vorsicht geboten. An manchen Stellen wächst Riesenbärenklau. Wer die Pflanze berührt, riskiert schwere Verbrennungen.

Oberding Für Spaziergänger und Radfahrer kann es im Erdinger Moos gefährlich werden. Dort wächst mittlerweile sehr oft der Riesenbärenklau. Wenn man ihn anfasst, kann man sich schwerste Hautverletzungen und Verbrennungen einhandeln. Die Pflanze sondert einen klaren, wässerigen Saft ab. Dieser enthält fotosensibilisierende Substanzen, die bei Hautkontakt in Kombination mit UV-Strahlung zu schweren Hautverbrennungen führen können.

Vor allem auf Grundstücken, die nicht mehr oder kaum landwirtschaftlich genutzt werden, kommt das Gewächs häufig vor und hat bereits ganze Wiesen überzogen. Im Erdinger Moos tummeln sich neben Landwirten und Jägern immer auch viele Spaziergänger, Jogger und Radfahrer. Die Pflanze steht vor allem an Waldrändern und auf Wiesen.

Der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt sind die Vorkommen im Landkreis bekannt. Es würden regelmäßig Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt, berichtet Claudia Fiebrandt-Kirmeyer auf Nachfrage.

Der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) stammt aus dem Kaukasus. Die invasive Pflanzenart (Neophyten) stellt nach Auskunft der Unteren Naturschutzbehörde ein zunehmendes Problem dar. Die Herkulesstaude, wie man den Riesenbärenklau auch nennt, und andere Arten verdrängen heimische Pflanzen.

Bekämpfungsmaßnahmen können chemisch und mechanisch durchgeführt werden. Das einzige in allen europäischen Ländern zugelassene Pflanzenschutzmittel für die Riesenbärenklau-Bekämpfung ist Glyphosat. Mechanisch und manuell kann die Pflanze durch Abstechen des Vegetationskegels, Mähen oder Entfernen der Blütenstände bekämpft werden. Dabei führt einzig das Durchstechen des Vegetationskegels bzw. der Wurzel – idealerweise in 20 Zentimeter Tiefe – zum sofortigen Absterben der Pflanze. Dagegen müssen die Mahd sowie das Entfernen der Blütenstände pro Vegetationsperiode zwei- bis dreimal wiederholt werden.

Bei Vergiftungsanzeichen wie Erbrechen und Kreislaufproblemen über Notruf 112 den Rettungsdienst alarmieren.

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