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Komplett ausgebrannt sind zwei Hallen in Schwaig. Auf dem Bild ist das Gerippe eines Audi Q7 zu erkennen. Der Schaden beträgt rund eine halbe Million Euro.

Grossfeuer zerstört zwei Hallen - Einsatz dauert zehneinhalb Stunden

Halbe Million Euro Schaden

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Es war einer der größten Brände seit langem im westlichen Landkreis Erding: Das Großfeuer am Mittwochabend in einem Hallenkomplex an der Sandstraße in Schwaig forderte weit über 150 Einsatzkräfte zehneinhalb Stunden lang.

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Zwei Hallen, zum Teil im Besitz des Flughafens, brannten vollständig aus. Eine dritte wurde in Mitleidenschaft gezogen. Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium Ingolstadt beziffert den Sachschaden mit rund 300 000 Euro am Gebäude und 200 000 Euro am Inventar – insgesamt mindestens eine halbe Million Euro.

Der Notruf eines Nachbarn war gegen 19 Uhr eingegangen. Gegen 22.30 Uhr konnte die Einsatzleitung vorsichtig Entwarnung geben: Das Feuer war unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich jedoch bis 5.30 Uhr hin. Mit einem Kran wurde das Dach geöffnet, um letzte Glutnester aufzustöbern. Gegen 0 und 3 Uhr mussten neue Kräfte mit Atemschutzgeräten alarmiert werden, um ihre Kameraden abzulösen.

Ein besonderes Risiko stellten gelagerte Gasflaschen, Farben und Lacke dar. Eine explodierte und flog meterweit über das Einsatzgeschehen. Zum Glück wurde niemand getroffen. Immer wieder gab es Stichflammen, dichter Qualm hing über dem gesamten Areal.

In den frühen Morgenstunden betraten Brandfahnder der Kripo Erding die Ruine. Nach Angaben Kammerers ist es sehr schwer bis unmöglich, die Ursache zu ermitteln. „Dafür ist der Grad der Zerstörung zu groß.“ An Brandstiftung glauben die Fahnder nicht. Denn die Halle war bei Ausbruch des Feuers versperrt. Möglicherweise war es ein technischer Defekt.

Kreisbrandrat Willi Vogl berichtet, dass die Feuerwehren den Brand in dem verschachtelten Komplex von mehreren Seiten bekämpften. Entgegen erster Meldungen fror das Löschwasser trotz Minusgrade nicht ein. „Lediglich das Finden und Öffnen der Unterflurhydranten unter dem Schnee gestaltete sich anfangs schwierig“, so der Kreisbrand. Um ausreichend Löschwasser verfügbar zu haben, wurde auch die Flughafenfeuerwehr alarmiert. Es wurden einzelne Abschnitte gebildet, in denen Trupps gegen die Flammen vorgingen.

Im Einsatz waren die Kreisbrandinspektion sowie die Feuerwehren Altenerding, Aufkirchen, Bockhorn, Eichenried, Eitting, Eittingermoos, Erding, Goldach, Hallbergmoos, Hörlkofen, Kirchasch, Langengeisling, Moosinning, Niederding, Notzing, Oberding, Schwaig und Wartenberg. Einige dieser Einheiten fuhren allerdings nicht bis an die Einsatzstelle, sondern stellten den Brandschutz etwa im Raum Erding sicher.

Sehen Sie hier Fotos vom Einsatz und Brandort

Auch der Rettungsdienst war stark vertreten, unter anderem die Unterstützungsgruppe Sanitäts-Einsatzleitung, das BRK und der Malteser Hilfsdienst. Das BRK Erding entsandte 28 Kräfte an die Sandstraße. Pressesprecherin Danuta Pfanzelt berichtet, dass sie für die Versorgung der Einsatzkräfte mit warmen Essen und Getränke zuständig gewesen seien. Auch ein Rettungswagen , ein Notarzt, der Einsatzleiter Rettungsdienst und eine Schnelleinsatzgruppe hatten eine lange Nacht.

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