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130 Seiten dick ist der Verwaltungshaushaltsentwurf von Kämmerer Georg Neudecker.

Haushalt

Die Steuern der Gemeinde Oberding sprudeln

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Die Gemeinde Oberding rechnet heuer mit Steuereinnahmen von 27 Millionen Euro – über 1,5 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Grund dafür sind deutliche Anstiege in Sachen Einkommen- und Umsatzsteuer.

Oberding– Ein kleines Manifest hat Oberdings Kämmerer Georg Neudecker dem Gemeinderat präsentiert: seinen 130 Seiten starken Entwurf des Verwaltungshaushalts. Dieser beläuft sich heuer an Einnahmen und Ausgaben auf jeweils gut 31 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren noch 29,5 Millionen Euro angesetzt.

„Für eine Gemeinde unserer Größenordnung sind das schon beeindruckende Zahlen“, sagt Neudecker im Gespräch mit der Heimatzeitung. Das ist freilich kein Geheimnis. Denn Oberding profitiert enorm vom Flughafen und außerhalb davon in Schwaig vor allem von Logistikunternehmen. „Am Flughafen alleine gibt es rund 300 Gewerbebetriebe“, schätzt Neudecker.

Da fließt folglich einiges an Gewerbesteuer in die Oberdinger Gemeindekasse. 17,5 Millionen Euro hat Neudecker angesetzt – genauso viel wie im Vorjahr. Das alleine ist also schon mehr als die Hälfte des Verwaltungshaushalts. Und wird am Ende wohl sogar noch um einiges höher ausfallen. Das Ergebnis für 2016 – das für 2017 liegt noch nicht vor – belief sich auf über 26 Millionen Euro. „Ich bin gerne vorsichtiger“, erklärt Neudecker seinen Ansatz.

Die Steuereinnahmen machen von den 31 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt insgesamt gut 27 Millionen Euro aus. Und sie sprudeln: Über 1,5 Millionen Euro sind heuer mehr angesetzt als noch 2017. Zweitgrößter Posten hinter dem Gewerbe ist der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer mit 4,96 Millionen Euro (Vorjahr: 4,35 Mio.€). „Eine deutliche Steigerung“, findet Neudecker, der das mit dem Zuzug neuer Gemeindebürger begründet. Ähnlich sieht es beim drittgrößten Posten aus: dem Anteil an der Umsatzsteuer. Der beläuft sich auf 2,10 Millionen Euro (1,31 Mio.€). Die Grundsteuer B schlägt mit 1,84 Millionen Euro zubuche.

Auch die Hundesteuer fällt höher aus: Sie beträgt statt 11 500 jetzt 13 000 Euro. „Die steigt auch immer mehr“, meint Neudecker schmunzelnd angesichts der vergleichsweise niedlichen Summe.

Die Ausgabenseite in Sachen Steuern macht insgesamt 17,97 Millionen Euro aus. Am heftigsten schlägt die Kreisumlage mit 12,52 Millionen Euro (12,65 Mio.€) ins Kontor, gefolgt von der Gewerbesteuerumlage (wie im Vorjar 4,03 Mio. ) und der VG-Umlage mit 1,43 Millionen Euro (1,25 Mio.€).

Investieren will die Gemeinde in ihre Schulen. Auch dort ist in der Regel Wachstum, sprich mehr Schüler und Personal, angesagt. Das will was kosten: 1,27 Millionen Euro sind vorgesehen, gut 200 000 Euro mehr als noch im Vorjahr. 3,07 Millionen Euro (2,91 Mio.€) fließen in den Bereich „Soziale Sicherung“, in dem unter anderem Kindergärten und Kinderhäuser zusammengefasst sind.

Die Rücklagen der Gemeinde betragen gut acht Millionen Euro. Dem Vermögenshaushalt werden sechs Millionen Euro zugeführt. Diesen Entwurf hat Neudecker im Gemeinderat bereits Anfang Februar vorgestellt. Er beläuft sich – wie berichtet – auf 14,73 Millionen Euro. Im Fokus steht das Schulzentrum mit dem Neubau der Grund- und Mittelschule. Der wird auf 17 Millionen Euro geschätzt. Die erste Million davon soll heuer fließen.

„Das wird uns einiges abverlangen“, sagt Neudecker, der daher froh ist, mit großen Einnahmen planen zu können. Aber: „Wir müssen das alles auch erst mal einnehmen.“

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