Dortmund besiegt "Fluch von Berlin" - Triumph für Tuchel

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In schlechtem Zustand sind einige Gebäude der Wildschwaige. Pächterin Judith Jepards hofft, das Gut gemeinsam mit der Gemeinde auf Vordermann bringen zu können.

Gut Wildschwaige 

Hoffen auf einen Neuanfang

Oberdingermoos – Gut Wildschwaige wurde verkauft. Die Gemeinde Oberding ist die neue Eignerin. Ihren Pferdehof will Pächterin Judith Jepards unbedingt erhalten und zukunftsfähig machen.

Unklar ist derzeit, wie es mit dem Pferdehof im Oberdingermoos, Gut Wildschwaige, weitergeht. Bis vor kurzem hat das weitläufige Gelände der Flughafen München Gesellschaft gehört. Die FMG hat es nun an die Gemeinde Oberding verkauft.

Für Hofbetreiberin Judith Jepards ist diese Entwicklung ein Schock. Vor fünf Jahren hat sie das Landgut unweit der südlichen Startbahn des Flughafens gepachtet. Damals in der Annahme, die Verpächter würden sie bei der Sanierung des Geländes unterstützen. Das sei in der ersten Zeit auch der Fall gewesen, bis seitens der Flughafengesellschaft beschlossen wurde, das Gut zu verkaufen.

Jepards hat die Wildschwaige so gut wie möglich weiterentwickelt – auch in der Hoffnung, irgendwann zum Eigentümer des traditionsreichen Guts zu werden. 55 Pferde, hauptsächlich Einsteller, sind dort aktuell untergebracht. Darüber hinaus gibt es den Reitverein sowie eine Schulpferdestaffel, die im kommenden Schuljahr vor allem den Kindern der Oberdinger Realschule für das Wahlfach Reitsport zur Verfügung stehen soll.

„Das auf die Beine zu stellen, war alles andere als leicht. Nicht lange, nachdem wir die Pachtverträge unterschrieben hatten, ist die FMG hergegangen und hat unser Zentralgebäude aufgrund einer Sicherheitsgefährdung gesperrt, diese Gefahrenquellen aber nicht behoben.“ Und das sei nicht die einzige Schwierigkeit, mit der es für die Jepards umzugehen galt. Die fünfköpfige Familie lebt seit fünf Jahren aus dem Koffer. „Das Wohnhaus ist total marode. Die Hälfte des Bereichs hat keine Stromversorgung, die Fenster sind löchrig, überall hängen Kabel aus den Wänden“, erzählt Jepards.

Obwohl Wut und Enttäuschung momentan die Gemütslage der Betreiber bestimmen, hofft die Pächterin, mit der Gemeinde auf einen Konsens zu kommen. „Wir müssten neue, passendere Verträge vereinbaren“, sagt sie. Erste Gespräche mit den neuen Eigentümern soll es kommende Woche geben.

Josef Steinkirchner, Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Oberding, versicherte der Heimatzeitung, dass auf den betroffenen Grundstücken momentan nichts Konkretes geplant sei. „Als Gemeinde ist der Grunderwerb für uns immer interessant, vor allem, wenn so viele landwirtschaftliche Flächen dabei sind.“ Am Gut Wildschwaige selbst solle demnächst nichts verändert werden. Was nach Ablauf der Pachtverträge geschehen soll, stehe momentan noch nicht zur Debatte, da diese noch bis 2026 gültig sind.

Julia Adam

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