Probesitzen: Schulhausmeister Anton Sepp, stellvertretender Bauamtsleiter Herbert Deutinger, VG-Geschäftsleiter Josef Steinkirchner, Schulleiter Martin Heilmaier und Bürgermeister Bernhard Mücke (v. l.) stellten die fünf neuen Klassenzimmer der Realschule vor.
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Probesitzen: Schulhausmeister Anton Sepp, stellvertretender Bauamtsleiter Herbert Deutinger, VG-Geschäftsleiter Josef Steinkirchner, Schulleiter Martin Heilmaier und Bürgermeister Bernhard Mücke (v. l.) stellten die fünf neuen Klassenzimmer der Realschule vor.

Realschule Oberding bekommt fünf neue Klassenzimmer – Sieben weitere fast fertig

Im April sind die Container weg

  • vonMayls Majurani
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Die Oberdinger Realschule bekommt neue Räume. Fünf Klassenzimmer sind schon fertig, weitere sieben folgen. Auch ein neuer Biologiesaal wird gebaut.

Oberding – Gereinigter Boden, gestrichene Wände, digitale Tafeln und unverschmierte Tische: Die Realschule Oberding hat fünf neue Klassenzimmer. Sie sind in den ehemaligen Räumen der Mittelschule entstanden, die nebenan einen Neubau bezogen hat (wir berichteten). „Der Unterricht in den neuen Zimmern hat auch schon begonnen“, erklärte Schulleiter Martin Heilmaier bei der Vorstellung am Montag. „Ein Zimmer habe ich für den Termin aber freigehalten.“

Mit den fünf neu eingerichteten Räumen sind die Bauarbeiten in der Realschule aber noch lange nicht zu Ende. Bis Mitte April kommen im Untergeschoss weitere sieben Klassenzimmer dazu. Dort waren ursprünglich die Mittagsbetreuung und der Hort, später die Offene Ganztagsschule untergebracht. „Wir sind sehr glücklich darüber, jetzt auf einen Schlag zwölf neue Räume zu bekommen“, sagte Heilmaier. Und die Klassenzimmer seien auch großzügig geplant – ein großer Vorteil in Corona-Zeiten. So können Mindestabstände problemlos eingehalten werden. Darüber hinaus sollen im Sommer auch ein neuer Biologiesaal und ein neues Lehrerzimmer entstehen. Für die Baumaßnahmen sind im Haushalt der Gemeinde 524 000 Euro bereitgestellt.

Die Oberdinger Realschule ging im September 2010 in Betrieb. Ein Luxus seien die Bauarbeiten nach rund zehn Jahren aber keineswegs, erklärte Bürgermeister Bernhard Mücke: „Das ist der Zeit geschuldet, die sich sehr schnell verändert. Die Realschule war eineinhalbzügig geplant, jetzt sind wir fast in allen Jahrgängen schon dreizügig. Allein das Schulgelände mussten wir im Gemeinderat viermal umplanen, bis der heutige Schulcampus daraus geworden ist.“

Bald Geschichte: Ab April ziehen die Klassen in den Containern links in die Räume im Gang rechts. Der Containerbau kann dann abgebaut werden.

Über das großzügige Raumangebot ist der Gemeindechef glücklich, ebenso Schulleiter Heilmaier: „Es ist gemütlich, wenn man sich wegen den Räumen nicht mit anderen Schulen absprechen muss. So können wir auch Schulpsychologen, Beratungslehrern oder der SMV eigene Zimmer bieten. Die Schule wird von der Raumkapazität her immer besser.“

Wenn im April die sieben Klassenzimmer fertig sind, werden die Container auf dem Schulhof keinen Nutzen mehr haben. Dann könnte man sie langsam abbauen, meinte der Schulleiter. „Noch ist das alles ein bisschen gemischt, aber wenn wir fertig sind, kommen im Untergeschoss die 5. und 6. Klassen unter. Die bereits fertigen Zimmer im Obergeschoss sind für die Klassen 9 und 10 gedacht“, erklärte er weiter. Aktuell hat die Realschule 16 Klassen mit insgesamt 409 Schülern.

Durch die gute technische Ausstattung sei in den Zimmern auch Hybridunterricht möglich. Dabei ist die Klasse geteilt. Die einen verfolgen den Unterricht von zu Hause über den Laptop, die anderen sitzen im Klassenzimmer.

Was jetzt noch fehlt, ist der Glasfaseranschluss. Der sei auch schon geplant, teilte Mücke mit. Allerdings würden die bürokratischen Hürden für einen Zuschuss Zeit in Anspruch nehmen. „Untereinander sind die Schulhäuser (Realschule und Grund- und Mittelschule, Anm. d. Red.) schon mit Glasfaser verbunden. Es fehlt nur der Anschluss ans Netz.“

Am Rande des Pressetermins erklärte der Schulleiter auch, dass momentan an der Schule jede Woche 40 PCR-Tests gemacht werden. Die Kosten dafür trägt der Freistaat. Von den Schnelltests, die für gestern angekündigt waren, sei aber noch nichts angekommen, so Heilmaier weiter. Da erzählte Mücke von den Schnelltests im Rathaus: „Wir haben jetzt Spucktests.“ Das könne in Zukunft auch eine gute Teststrategie für die Schulen sein, „weil spucken kann jeder“.

Über die bereits feststehenden Baumaßnahmen hinaus macht sich Heilmaier auch schon Gedanken, was sonst verbessert werden könnte: „Eine große Aula wäre denkbar. Direkt daneben steht ja noch die alte Einfachturnhalle.“ Vielleicht könne man die Aula in diese Richtung vergrößern. Das sei aber noch Zukunftsmusik und nur eine Überlegung. So wie man die Gemeinde Oberding kennt, könnte es aber auch bald Realität werden.

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