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Vereint für die Feuerwehr (v. l.): Bernhard Mücke, Kommandant Wolfgang Hirner, Peter Reiss, Johann Hirner sen. (vorne), Georg Deutinger, Paul Scheidhammer, Kreisbrandmeister Andreas Milde, Florian Brandl, Florian Reichenbach und Alexander Wachinger.

Jahreshauptversammlung 

Aufkirchen zu teuer für Feuerwehrleute

Vier Aktive mussten schon wegziehen, weil sie sich das Leben hier nicht leisten können. Neben dieser bitteren Botschaft brachte die Hauptversammlung auch Positives: den Generationswechsel an der Spitze.

Aufkirchen – Die Feuerwehr Aufkirchen hat eine neue Führung: Nach zwölf Jahren gab Kommandant Wolfgang Hirner nun die Verantwortung in jüngere Hände. Peter Reiss wurde in der Jahreshauptversammlung am Samstag zum neuen Aktiven-Chef gewählt, sein Stellvertreter heißt Paul Scheidhammer. Die beiden übernehmen eine gut aufgestellte Mannschaft mit 40 Aktiven.

„Meine beiden Ziele hießen neues Feuerwehrhaus und neues Feuerwehrauto“, zog Wolfgang Hirner ein zufriedenes Resümee über seine Amtszeit. Beides habe er erreicht, ebenso wie standardisierte Einsätze. „Auch gesellschaftlich hat unsere Feuerwehr am Ort viel bewirkt. Das jährliche Weinfest ist zum beliebten Treffpunkt in der Gemeinde geworden.“ Für sein vorbildliches Engagement bedankte sich Michael Attenberger mit einem kleinen Geschenk beim scheidenden Kommandanten.

Nun tritt der bisherige Stellvertreter als neuer Chef der Wehr in Hirners Fußstapfen. Reiss berichtete von einem erfolgreichen Jahr 2017, in dem die Floriansjünger zu insgesamt 28 Einsätzen ausrücken mussten. Darunter waren neben sieben Bränden auch drei größere Unfälle sowie die Rettungsaktion eines Pferdes aus dem Kanal. „Unglaublich, wie viele Reaktionen diese Bergung weit über die Grenzen des Landkreises hinaus gebracht hat“, sagte der neue Kommandant. Das Pferd war bald wieder wohlauf, genau so wie jener frei laufende Schwan, der von der Wehr eingefangen wurde.

Aber auch Übungen standen auf dem Programm, und als Höhepunkt natürlich die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses. Jetzt warten die Aktiven gespannt auf jenes neue Löschfahrzeug, das voraussichtlich Ende Juli übernommen werden kann.

Doch Reiss sprach auch eine bittere Pille an, die es zu schlucken gelte: die Wohnungsnot. „Vier Feuerwehrleute mussten den Ort bereits verlassen, weil sie keine Möglichkeit fanden, sich hier dauerhaft anzusiedeln“, berichtete er. Bürgermeister Bernhard Mücke, der als Wahlleiter fungiert hatte, gab einen vorsichtigen Ausblick: „Wir sind derzeit in Verhandlungen über neue Baugebiete in der Gemeinde, vielleicht gibt es bald gute Nachrichten dazu.“

Sehr positiv sprach Jugendleiter Wolfgang Ross über seine Nachwuchstruppe: fünf Mädchen und sieben Burschen. „Unsere Jugend ist vorzeigefähig, sie hat sich in einigen Übungen gut bewährt. Und sie hat sogar schon eine 24-Stunden-Übung samt Übernachtung im neuen Gerätehaus hinter sich.“

Schließlich wurde Johann Hirner sen. zum Ehrenvorsitzenden ernannt, Hans Wachinger bekam eine Urkunde für 40 Jahre aktiven Dienst. Zehn Jahre aktiv dabei sind Florian Brandl, Georg Deutinger und Alexander Wachinger, Florian Reichenbach bekam seine Beförderung zum Feuerwehrmann. Friedbert Holz

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