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Die Einweihung des Jugendzeltplatzes am Notzinger Weiher ist für den 18. Juli geplant. Matthias Huber vom Landratsamt (stehend) hatte beim Kreisjugendring Details zum Bau des Platze s dabei.

Altersgrenze von 16 Jahren sorgt für Diskussionen

Jugendzeltplatz am Notzinger Weiher: Am 18. Juli soll’s losgehen

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Der Jugendzeltplatz am Notzinger Weiher soll ab 18. Juli fertig sein. Beim Kreisjugendring sorgte jetzt die Altersgrenze von 16 Jahren für Debatten.

Erding/Fraunberg– Der Jugendzeltplatz am Notzinger Weiher stand im Mittelpunkt der Frühjahrsversammlung des Kreisjugendrings Erding (KJR) am Donnerstag in Fraunberg. Matthias Huber, Fachbereichsleiter Liegenschaftsmanagement im Landratsamt, konnte mit neuen Details zum Bau aufwarten. Für Gesprächsbedarf sorgte die geplante Altersgrenze für die künftigen Nutzer.

So wurden am Weiher bereits Einstiegshilfen für ältere Bürger montiert, neue Bänke und ein Klettergerüst werden folgen. Der eigentliche Zeltplatz ist noch kahl, hier wurde jetzt Gras angesät, das erst wachsen muss. Vor wenigen Tagen seien die Ver- und Entsorgungsleitungen von der Straße her mit einem Kabelpflug verlegt worden. „Wir planen die Einweihung für den 18. Juli“, gab Huber bekannt. Man habe bereits jetzt eine Anfrage von einer vierten Klasse aus Notzing bekommen, die einen Tag später ihr Grundschulabschlussfest dort feiern will. Ebenfalls am 18. Juli soll der Naturlehrpfad fertig sein.

Eine Diskussion brandete bei den Belegungsplänen des Platzes auf. „Wir sind noch in Abstimmung mit dem Kreisjugendring als Träger“, sagte Huber. Angedacht ist zunächst, den Platz nur gegen eine Tagespauschale an eine einzelne Gruppe zu vergeben. „Man muss sehen, wie sich das entwickelt. Vielleicht sind später auch zwei möglich“, sagte Huber. Maximal 50 Jugendliche könnten inklusive der Betreuer gleichzeitig kommen, das Höchstalter sei mit 16 Jahren angesetzt.

Birgit Schwaiger, Stellvertretende Vorsitzende des Kreisjugendrings, legte dar, dass die Rahmenbedingungen mit den Landkreis-Verantwortlichen lange ausgehandelt worden seien. Bei den Versammlungsteilnehmern stieß das Höchstalter jedoch teilweise auf Unverständnis: „In unserer Gaujugend sind auch 17- und 18-jährige dabei“, warf ein Zuhörer ein, „dürfen sie dann nicht mitkommen?“ „Wenn es Teilnehmer sind, nicht“, so Schwaigers klare Antwort.

„Die 16 Jahre sind ein Kompromiss, um für Kinder und Jugendliche einen Zeltplatz zu schaffen und nicht für Ältere“, erklärte Huber. Auch mit den Anwohnern sei das so besprochen. Das Gelände sei kein Partyareal, und durch die Grenze banne man die Gefahr, dass Alkohol ins Spiel kommt. Dieses Argument stieß bei Christopher Claar vom Verband Christlicher Pfadfinder (VCP) auf wenig Verständnis. Schließlich seien Rauchen und Alkohol auf dem Zeltplatz generell verboten, das habe also nichts mit dem Alter zu tun.

Auch Moritz Zink vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) sieht die Altersbeschränkung kritisch: „Der Landkreis hat 27 Landjugend-Ortsgruppen“, warf er ein. Nur ein Teil der Mitglieder davon sei unter 16 – und die würden ja nicht allein ins Zeltlager fahren wollen.

Schwaiger hielt dagegen, dass die Altersgrenze bereits bei den Verhandlungen mit dem Landratsamt diskutiert worden und auch eine Bedingung für den Platz gewesen sei. Das bestätigte Kreisrätin Ulla Dieckmann (SPD). Dennoch wollen sie und Huber die Argumente für weitere Gespräche mitnehmen.

Dieckmann nutzte die Vollversammlung im weiteren Verlauf auch dazu, um bei den Anwesenden zum Mitmachen am wieder erwachten „Bündnis gegen Rechts – Bunt statt braun“ zu werben.

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