Juristischer Streit

Nahwärmenetz von Baufirma ausgebremst

Wegen Verzögerungen geht die kommunale Gemo-Bau gegen die beauftragte Baufirma vor.

Oberding – Der Ausbau des Nahwärmenetzes in Schwaig kommt nicht voran. Das kommunale Bauunternehmens Gemo-Bau reagiert darauf mit einer Einstellung der Zahlungen und droht mit einem Fachanwalt. Das hat der Verwaltungsrat der Gemo-Bau unter Vorsitz von Bürgermeister Bernhard Mücke in der Sitzung am Dienstag beschlossen.

Die Helmar GmbH hatte den Zeitplan trotz mehrerer Mahnungen immer wieder um Monate überzogen. Zur Zeit fehlen noch Grundstücksanschlüsse, und die Asphaltierungsarbeiten sind nicht abgeschlossen. Der Grund ist nicht ersichtlich. Bleibt der Leistungsstand mangelhaft, soll erneut ein Fachanwalt gegen das Unternehmen vorgehen.

Daneben ist der weitere Ausbau der Nahwärmeversorgung ausgebremst. Einer der Gründe ist die Auslastung der Gemo-Bau durch Hochbaumaßnahmen wie die Dreifach-Turnhalle und demnächst der Bau der Grund- und Mittelschule. Anderseits mangelt es an der Nachfrage nach Neuanschlüssen.

Neuer Hotel-Eigner hat Interesse

Ein wirtschaftlicher Betrieb vorausgesetzt, wird das Projekt „Sonnenstraße“ jedoch weitergeführt. Neu hinzukommen wird eine sogenannte Wärmeinsel, eine Übergabestation im Bereich der Sportanlage des FC Schwaig.

Anlässe sind der Neubau der Tribüne sowie die Interessen des neuen Eigentümers des Arabella Hotels. Für die weitere Planung des Nahwärmenetzes stehen zwei Alternativen zur Wahl. Zum einen der Anschluss des Hotels plus Sportanlage mit Investitionskosten in Höhe von knapp 640 000 Euro. Zum anderen eine erweiterte Lösung mit Stromvermarktungskonzept für 742 000 Euro. Dabei würde auf der Wärmeinsel eine Photovoltaikanlage gebaut werden. Eine weitere Variante mit dem Anschluss des Bürgerhauses und der Kirche für geschätzt 963 000 Euro schied aus.

Derzeit verfügt das Nahwärmenetz über 279 Anschlüsse mit 214 Kunden – ein Plus von 18 Kunden gegenüber dem Vorjahr.

von Gert Seidel

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