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Bernhard Mücke (56) CSU Oberding, 2473 Stimmen, Bürgermeister seit 2014, Schreinermeister
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Bernhard Meier (52) WG Schwaig/Schwaigermoos, 1089 Stimmen, Kfz-Meister
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Franziska Hilmer (28) CSU Oberding, 1043 Stimmen, Betriebswirtin
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Matthias Reitinger (35) WG Notzing, 999 Stimmen, Elektroinstallateurmeister
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Christian Kaiser (43/neu) WG Oberding, 857 Stimmen, Brandinspektor
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Johannes Sandtner (35/neu) CSU, 728 Stimmen, Werksvertreter für Industrie-/Gewerbebau
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Rainer Hellinger (46) WG Schwaig, 1049 Stimmen, Redakteur
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Franz Schweiger (56) CSU Oberding, 1451 Stimmen, selbstst. Handwerksmeister

Kommunalwahl 2020

Neuer Oberdinger Gemeinderat: Von Frauenquote keine Spur

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Fünf neue Gesichter, zweimal Generation U 30, stärker als zuvor vertretene Oberdinger, aber nur noch zwei Frauen: Das sind ein paar der wichtigsten Fakten, die die Gemeinderatswahl in Oberding gebracht hat.

Oberding – Für unsere Analyse haben wir mit Vizebürgermeister Anton Nußrainer gesprochen. Abgesehen von Bürgermeister Bernhard Mücke hat er mit 1451 Stimmen die meisten aller 20 Gemeinderäte gesammelt. Außerdem vertritt er die Wählergemeinschaft Oberding und Oberdingermoos, die mit jetzt vier als einzige Gruppierung beziehungsweise Partei einen Sitz hinzugewonnen hat. Den Stuhl hat man sich quasi von der SPD geschnappt, die nach dem Tod von Rätin Lotte Färber während der laufenden Legislaturperiode keine Liste mehr aufgestellt hatte. Alle anderen Wählergemeinschaften haben ihre Sitzzahl verteidigt. Gleichauf an der Spitze mit den Oberdingern liegt die CSU mit vier Räten.

„Ich bin sehr zufrieden. Das hat mich schon gefreut“, sagt Stimmenkönig Nußrainer, der die „gute Mannschaft“ der Oberdinger Wählergemeinschaft lobt. Immerhin vier Frauen auf der Liste, Kandidaten von Jung bis Alt, zahlreiche in Vereinen Aktive – all das, glaubt Nußrainer, habe dazu beigetragen, dass die Oberdinger diesmal anders als traditionell nicht auswärts, sondern verstärkt bei ihren eigenen Leuten Kreuzerl gemacht hätten.

„Oberding ist die größte Ortschaft in der Gemeinde. Es ist schön für unsere Belange, wenn wir einen Sitz mehr haben“, findet Nußrainer, der als Beispiele diverse Straßen, Geh- und Radwege nennt, die ihm zufolge in Zukunft erweitert gehören. Unter anderem müsse der Ausbau der Moosstraße in den kommenden Jahren auf den Weg gebracht werden.

Aktuell sind es noch vier Frauen im Gemeinderat, bald nur noch zwei. Neben Franziska Hilmer, die für die CSU mit ihren gerade mal 28 Jahren schon in die zweite Wahlperiode geht, ist Agnes Pointner die neue Frau im Rat. Die 44-jährige Bäckerin steht auf der Oberdinger Liste. Es fällt auf: Zwar sind nur zwei Frauen vertreten, diese sind mit jeweils über 1000 Stimmen allerdings mit einem starken Ergebnis gewählt worden.

Dennoch: nur zwei Frauen. „Das ist schade“, findet auch Nußrainer. „Wir hätten gerne mehr gehabt, aber das kann man nicht erzwingen.“ Von den besagten vier Damen der Oberdinger Liste wären Birgitt Kukla (714 Stimmen) und Margit Lommer (652) die ersten Nachrückerinnen gewesen. Nußrainer berichtet, dass er noch gerne mehr als vier Damen auf der Oberdinger Liste gehabt hätte. „Es waren aber nicht mehr zu locken.“

Nicht mehr zur Wahl angetreten waren die Räte Andrea Hartung, Gabriele Kronseder, Anton Huber und Erna Schöttl. Hinausgewählt wurde, wie berichtet, lediglich Hans-Peter Haun, Fünfter der CSU-Liste mit 684 Stimmen. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen landete er 44 Stimmlein hinter dem 35-jährigen Oberdinger Johannes Sandtner. Haun ist damit quasi der Härtefall der Wahl, der als Niederdinger wohl dem veränderten Wahlverhalten der Oberdinger zum Opfer gefallen ist. „Der Pit ist enttäuscht“, berichtet Nußrainer aus Hauns Seelenleben. „Er hat immer gute Argumente eingebracht. Aber das war der Wählerwille. Den kann man nicht ändern“, so der Vizebürgermeister.

Neben Sandtner und Pointer neu im Gremium sind Peter Reiss, Christian Kaiser und Michael Kattner. Letzterer ist 27 Jahre alt, Landwirt und Zimmerer. Er bildet zusammen mit Betriebswirtin Hilmer das Duo der Generation U 30.

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