Schon ein bisserl runter geht’s an der Kreisstraße unweit der Niederdinger Brücke.
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Schon ein bisserl runter geht’s an der Kreisstraße unweit der Niederdinger Brücke.

Wie geht‘s jetzt weiter?

Schäden an Niederdinger Straßenbankett: „Langsam wird’s lebensgefährlich“

  • Markus Schwarzkugler
    VonMarkus Schwarzkugler
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Eine Gefahr für Radfahrer und Autofahrer sieht der Oberdinger Gemeinderat in Niederding. Unweit der neuen Brücke ist das Bankett abgesunken. Unsere Zeitung hat sich beim Straßenbauamt zu möglichen Lösungen erkundigt.

Niederding – Die Kreisstraße ED 9 ist zwar vor noch nicht allzu langer Zeit ausgebaut worden, trotzdem ist es am Niederdinger Ortsausgang im Bereich der neuen Brücke weiterhin so eng, dass sich begegnende Lkw schon mal aufs Bankett ausweichen. Zudem hat es in letzter Zeit viel geregnet. Die Folge davon: Das Bankett ist auf einer Seite, von Niederding kommend hoch zur Brücke, deutlich abgesackt. Der Höhenunterschied zum Straßenbelag beträgt teils um die 20 Zentimeter. „Das Bankett wird langsam lebensgefährlich“, sagte Bürgermeister Bernhard Mücke im Gemeinderat.

Wenn ein Radfahrer nicht aufpasse, könne er schnell auf der Nase landen, aber auch für Autofahrer sei die Situation gefährlich, so Mücke. „Das ist ein Witz“, meinte der Niederdinger Gemeinderat Georg Stemmer.

„Wir wollten eigentlich breiter bauen, aber das scheiterte am Grunderwerb“, berichtet Geschäftsleiter Josef Steinkirchner im Gespräch mit unserer Zeitung. Und weil es nun viel regne, sei das noch recht neue Material weggeschwemmt worden.

Unsere Zeitung hat beim Straßenbauamt in Freising nachgefragt. Von dort heißt es, dass die Erdinger Straßenmeisterei vor Ort gewesen sei und Warnbaken aufgestellt habe. Am heutigen Freitag werde geklärt, wer die Wiederherstellung des Kiesbanketts übernehme – Straßenmeisterei oder Baufirma. Das sei aber keine langfristige Lösung, sagt Thomas Jakob vom Straßenbauamt. Denn auch er weiß: Irgendwann sieht’s wieder so aus wie aktuell.

Die Schutzplanken seien weiter weg von der Straße installiert worden, „um keine Telefonleitung zu treffen. Das hat sich aber als Nachteil erwiesen, weil so aufs Bankett ausgewichen werden kann“, so Jakob. Das Problem werde nicht durch einen Baufehler ausgelöst, sondern von den Gegebenheiten vor Ort.

Doch wie geht’s nun weiter? Jakob nennt vier Möglichkeiten. Erstens: Das Bankett von Zeit zu Zeit herrichten. „Es rutscht aber immer wieder runter.“ Zweitens: Rasengittersteine, die aber wohl auch wegbrechen würden. Drittens: die Planken direkt ran an die Straße – was teuer werden würde. Oder viertens: Man baut die Schutzplanke so um, dass die Pfosten in der Erde bleiben, die Planken selbst aber so weit an die Straße heranrücken, dass nicht mehr aufs Bankett gefahren werden kann. Es brauche „eine Mischung aus dauerhaft und nicht zu teuer“, so Jakob.

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