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Arg ramponiert: die Schutzplanken auf der Brücke über den Isarkanal, über die die Kreisstraße ED 9 verläuft. 

Ausbau der Kreisstraße ED 9

Mehr Sicherheit für Niederding

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Vor allem aus Sicherheitsgründen wird die Kreisstraße ED 9 bei Niederding ausgebaut. Die Pläne stellte Ingenieur Roland Kindelbacher im Gemeinderat vor. Bei der Fußgängerbrücke über den Isarkanal gibt es derweil eine Verzögerung.

von Markus Schwarzkugler

Niederding – Handlungsbedarf herrscht auf der Kreisstraße ED 9. Die Ausbaupläne hat Baungenieur Roland Kindelbacher vom Büro Wipflerplan dem Oberdinger Gemeinderat vorgestellt. Es geht um ein 1100 Meter langes Teilstück, das in Niederding kurz vor der Abzweigung nach Reisen beginnt und vor der Auffahrt zur Flughafentangente Ost endet.

Ziel des Ausbaus ist unter anderem die Entschärfung des engen Kurvenbereichs an der Brücke über den Isarkanal. Sie selbst bleibt Kindelbacher zufolge sechs Meter breit, während die Stellen, wo es die Brücke hinaufgeht, 5,50 Meter haben werden. Für die Entschärfung wird zudem der Straßenbereich nach Niederding versetzt. Das erfolgt in einem Vollausbau.

Ansonsten ist Teilausbau angesagt. Der bestehende Unterbau wird nämlich so weit wie möglich verwendet. „Warum wird denn nicht ganz weggefräst?“, wollte Gemeinerat Georg Stemmer wissen. Dazu erklärte Kindelbacher, dass das Landratsamt ein wirtschaftliches Vorgehen verlange. „Man erhält, was man erhalten kann“, so der Planer. Und die Straße sehe nach den Arbeiten ja trotzdem neu aus. Wenn sie fertig ist, wird sie acht bis zehn Zentimeter höher sein als bislang. Der Gehweg bleibt derweil 1,50 Meter breit.

Johann-Peter Haun fragte den Ingenieur, weshalb die Kreisstraße nach der sechs Meter breiten Brücke in Richtung Erding dann wieder 5,50 Meter (wie aktuell auch) betrage und nicht breiter sei. „Weil die Straße da gerade ist“, sagte Kindelbacher und meinte damit die für Autofahrer übersichtlichere Situation.

Ein Dorn im Auge sind dem Mann von Wipflerplan die alles andere als taufrischen Schutzplanken über der Brücke. Er sprach von einer „wilden Situation. Das muss ertüchtigt werden“.

Mit den Arbeiten könnte es nach Kindelbachers Einschätzung im Juni 2019 losgehen. „Wie ist das dann mit Sperrungen?“, fragte Gemeinderat Haun. „Die Verbreiterungen können punktuell laufen, aber der Vollausbau wird eine Vollsperrung brauchen“, prognostizierte der Ingenieur, der in Sachen Zeitplan noch keine Details vorlegen konnte. In jedem Fall werde es zwei Bauabschnitte geben.

In Sachen Fußgängerbrücke, die gerade über den Isarkanal gebaut wird, hatte Kindelbacher gehofft, dass diese Ende des Jahres fertiggestellt sein könnte. „Den Takt gibt der Stahlträger vor“, erklärte er. Und bei diesem gebe es Lieferverzögerungen. Geht es nach dem Vertrag, sollte die Brücke spätestens kommenden Mai fertig sein. „Vielleicht bringen wir’s noch heuer hin“, sagt Oberdings Verwaltungschef Josef Steinkirchner auf Nachfrage der Heimatzeitung.

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