Ein großes Gebiet ist von dem integrierten Mobilitätskonzept betroffen.
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Ein großes Gebiet ist von dem integrierten Mobilitätskonzept betroffen.

Oberding unterstützt Konzept zur Lösung der Verkehrsprobleme

Mobilitätsmanager für Isarregion und Ampertal

  • Markus Schwarzkugler
    vonMarkus Schwarzkugler
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Immer mehr Verkehr, oft schlechte Busanbindung oder sogar Lebensqualität: Die Gemeinde Oberding unterstützt ein Mobilitätskonzept für Isarregion und Ampertal.

Oberding – Der Zuzug in die ländlichen Regionen der Landkreise Erding und Freising führt zu immer mehr Mobilitätsproblemen. Wegen fehlender oder schlechter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr gibt es kaum Alternativen zum Auto, was wiederum ein erhöhtes Verkehrsaufkommen zur Folge hat. Deshalb und um die Lebensqualität nicht zu gefährden, haben sich die 17 Gemeinden der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) und der Leader-Aktionsgruppe (LAG) Mittlere Isarregion zusammengetan, um ein integriertes Mobilitätskonzept auf die Beine zu stellen. Mit interkommunaler Vernetzung Verbesserungen erzielen, lautet die Devise.

Damit das Projekt weiterlaufen kann, braucht es Geld. Die Gemeinde Oberding wird sich nach einem einstimmigen Beschluss im Gemeinderat mit 3500 Euro beteiligen. „Ich würd’s unterstützten“, sagte Bürgermeister Bernhard Mücke. Die Beteiligung sei relativ günstig. „Würden wir es selber machen, wäre es um ein x-Faches teurer.“ Man müsse landkreisübergreifend handeln. Für die Umsetzung solle nun ein Mobilitätsmanager als Kümmerer eingerichtet werden. Die Stelle werde neutral angesiedelt, die Person sei also weder fest in einer Gemeinde noch fest im Landratsamt ansässig.

Die Ergebnisse einer Grundlagenanalyse, die neben Anregungen aus der Bevölkerung auch auf bestehenden Gutachten fußt, wurden bei einem Zukunftsworkshop im Februar 2019 im Freisinger Landratsamt vorgestellt.

Ein halbes Jahr später reiste ein Projektteam durch die Isarregion und das Ampertal und führte Gespräche mit allen Gemeinden. Herausgekommen ist ein Maßnahmenkatalog mit neun Schlüsselprojekten. Der Abschlussbericht umfasst mehr als 100 Seiten.

Zu jenen Schlüsselprojekten zählt die Verkehrsberuhigung in besiedelten Bereichen. Erleichtert werden soll etwa die Anordnung von Tempo 30 an Ortsdurchfahrten. Zudem soll der ÖPNV durch sogenannten On-Demand-Verkehr, Car-, Ride- und Bikesharing ergänzt werden. Der Ausbau des konventionellen ÖPNV sei dagegen ökonomisch und teils auch ökologisch nicht mehr sinnvoll. Handlungsdruck herrscht laut dem Bericht auch bei der Verzahnung von Buslinien über die Gemeinden und Landkreise hinweg. Zudem werden Expressbusse und der Ausbau eines überörtlichen, strategischen Alltagsradwegenetzes gefordert.

Der Mobilitätsmanager soll Ansprechpartner sein für Kommunen und Projektträger. Er richtet eine Lenkungsgruppe mit regelmäßigen Treffen ein, berät Gemeinden bei der Umsetzung von Maßnahmen, sucht nach Fördermöglichkeiten und vernetzt Kommunen mit Landkreisen und Partnern wie dem MVV.

Zur LAG Mittlere Isarregion gehören diverse Gemeinden aus den Kreisen Erding und Freising sowie die Stadt Freising. Aus dem Kreis Erding aktiv beteiligt sind Berglern, Langenpreising und Oberding. Passiv dabei ist Eitting.

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