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„Sportlicher Zeitplan“ für die Oberdinger Moosstraße

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Von: Markus Schwarzkugler

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Rot eingezeichnet ist der Bereich der Moosstraße in Oberding, in dem kommendes Jahr gearbeitet wird.
Rot eingezeichnet ist der Bereich der Moosstraße in Oberding, in dem kommendes Jahr gearbeitet wird. © WipflerPlan

Der Ausbau der Oberdinger Moosstraße ist schon seit der vorangegangen Gemeinderatssitzung bekanntlich beschlossene Sache. Nun war Ingenieur Sebastian Rehm vom Büro WipflerPlan aus München noch einmal zu Gast im Gremium, um die vom Rat verlangten Änderungen in der Planung vorzustellen.

Oberding – Es gibt voraussichtlich ab kommendem Frühjahr viel zu werkeln an der Moosstraße: Der Ausbau soll wie berichtet einen sichereren Geh- und Radweg von der Ortsmitte bis hinaus zum TuS-Gelände auf über 400 Metern Länge bringen. Auch die teils arg in Mitleidenschaft gezogene Fahrbahn wird saniert, die Brücke über die Dorfen durch einen Neubau ersetzt. Der ehemalige Wertstoffplatz wird aufgewertet. Umgesetzt wird eine Grünfläche mit Blumenwiese und Sitzgelegenheiten. Zum Wasser wird ein Zugang geschaffen, weiter unten an der Dorfen entstehen Sitzstufen. Geschätzte Gesamtkosten: rund 2,2 Millionen Euro.

Für mehr Sicherheit wünscht sich die Gemeinde durchgehend eine Radwegbreite von 2,5 Metern. Wie Bürgermeister Bernhard Mücke schon in der vorangegangenen Sitzung angemerkt hatte, ist ein Stück beim TuS nur 2,2 Meter breit. Auf Nachfrage Mückes erklärte Rehm, dass dort immer noch Grunderwerb nötig ist. Rehm zufolge sollte das an der Stelle allerdings kein Problem sein.

Den Bauzeitplan nannte der Ingenieur „sehr sportlich“. Zumal die Straße ab September 2022 wieder komplett befahrbar, also nicht mehr gesperrt sein soll, wenn die landwirtschaftlichen Fahrzeuge zur Ernte unterwegs sind. Notfalls müsse man ein paar Restarbeiten auf 2023 schieben, so Rehm. „Es hängt alles an der Brücke“, meinte er. Deren Abbruch ist ab März vorgesehen, und in dieser Zeit wird es logischerweise nicht ohne Vollsperrung gehen. Wie Rehm außerdem mitteilte, wird der Geh- und Radweg nicht asphaltiert, sondern gepflastert.

Auf Nachfrage von Georg Stemmer erklärte Mücke, dass der bestehende Feldweg zu den Fischern asphaltiert und drei Meter breit werde. Allerdings wird er nicht bis ganz hinunter zu den Fischern führen. Denn wie Mücke durchblicken ließ, scheitert es am dafür nötigen Grunderwerb.

Bei der Brücke sprach sich der Bürgermeister für die – nach aktueller Schätzung rund 12 000 Euro teurere – Geländervariante aus, und das Gremium widersprach ihm da nicht. Das Standardgeländer würde massiver wirken, das etwas teurere enthält Holzelemente und sieht filigraner aus – ein schönerer Anblick dann auch von der neuen Grünfläche aus. Laut Mücke ist auch die Befestigung besser. „Wollt’s ihr auch noch eine Beleuchtung rein?“, fragte er abschließend. Es folgte ein klares „Na“ aus dem Rat. „War ja nur eine Frage“, meinte Mücke augenzwinkernd.

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