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Oberdinger Moosstraße wird angepackt

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Von: Markus Schwarzkugler

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Rot eingezeichnet ist der Bereich der Moosstraße in Oberding, in dem kommendes Jahr gearbeitet wird.
Rot eingezeichnet ist der Bereich der Moosstraße in Oberding, in dem kommendes Jahr gearbeitet wird. © WipflerPlan

Die Moosstraße in Oberding wird kommendes Jahr zur Großbaustelle. Dass die Sanierung angepackt wird, hat der Gemeinderat nun nach der Vorstellung des Projekts in der vorangegangenen Sitzung einstimmig beschlossen. Auf einer Länge von rund 400 Metern von der Ortsmitte bis hinaus zum Sportpark wird also bald fleißig gewerkelt.

Oberding - Es gibt viel zu tun: Der Ausbau soll einen sichereren Geh- und Radweg bringen. Auch die teils arg in Mitleidenschaft gezogene Fahrbahn wird saniert, die Brücke über die Dorfen durch einen Neubau ersetzt. Der ehemalige Wertstoffplatz wird aufgewertet. Umgesetzt wird eine Grünfläche mit Blumenwiese und Sitzgelegenheiten. Zum Wasser wird ein Zugang geschaffen, weiter unten an der Dorfen entstehen Sitzstufen. Geschätzte Gesamtkosten: rund 2,2 Millionen Euro.

Das Ja vom Gemeinderat beinhaltet aber, dass das Planungsbüro ein paar Änderungswünsche des Gremiums vornimmt. Der Geh- und Radweg wird fast überall 2,50 Meter breit. Das hat laut Bürgermeister Bernhard Mücke auch den Vorteil, dass er dann ortsauswärts schon entsprechend breit sei, sollte es irgendwann mit dem Radweg nach Hallbergmoos weitergehen. Zudem soll die Zufahrt zu besagtem Grünbereich ein Stückchen breiter als die angedachten drei Meter werden. Wegen Bauernhof und Fischern in der Nähe wäre das so manchem Rat zu schmal geworden.

„Draußen beim TuS haben wir nur ein kleines Problem: Da ist ein Schwenker drin“, berichtete Mücke. Dort wäre der Gehweg nur 2,20 Meter breit – „ein Engpass, den wir auf gar keinen Fall wollen. Eventuell können wir dafür im Süden was wegzwicken“, meinte Mücke. Eine weitere Option wäre Grunderwerb.

Wegen des Untergrunds hakte Georg Stemmer erneut nach. Er wünscht sich entgegen der angedachten „schwimmenden Gründung“ – darunter versteht man Kiespolster, durch die der Druck nach unten großflächiger und gleichmäßiger verteilt und Setzungen vereinheitlicht werden –, dass 1,50 Meter Untergrund herausgenommen und dann „ein gscheiter Kies“ eingebracht wird. Stemmer befürchtet, dass die Setzungen ansonsten nach ein paar Jahren zurück sein könnten. Im Gespräch mit unserer Zeitung sagt er, dass der Grund beim TuS schlecht sei und verweist auf die Moos-/Torflage.

„Willst du jetzt sagen, dass du intelligenter bist als ein Ingenieurbüro?“, fragte Mücke Stemmer und ergänzte: „Die haben ja zig Bohrungen gemacht.“ Stemmer forderte, er wolle sehen, „wo da der Kies und wo die Deckschicht kommt“. Mücke sicherte ihm zu: „Das bekommst du.“ Stemmer meinte: „Ich will ja nur, dass das a gscheite Lösung wird“, worauf Mücke sagte: „Da bin ich mir sicher.“

Wenn die Ausschreibung zügig klappt, sollen die Arbeiten im Frühjahr 2022 beginnen. Je nach Witterung geht das Büro von einer Bauzeit von einem halben bis Dreivierteljahr aus. Bei den Brückenarbeiten geht es nicht ohne Vollsperrung. Damit alle Zufahrten gewahrt bleiben, kann sich das Planungsbüro vorstellen, die Setzungsarbeiten auf 2023 zu verlegen, dann würde der Ausbau 2022 erst mal nur ein halbes Jahr dauern. Ziel sei, bis zur Erntezeit fertig zu sein.  

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