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Engagement für die Nächsten: Bürgermeister Georg Wiester, Pfarrer Philipp Kielbassa und Bürgermeister Bernhard Mücke dankten den Aktiven Annette Niklaus, Gabriele Denk, Angelika Hiesgen, Andrea Hartung vom Helferkreis Asyl, Martin Strobl, Gertraud Danzer und Gerhard Niklaus für ihre Arbeit.

Nachbarschaftshilfe Oberding/Eitting

Nicht genug Zeit für die Senioren

Angelika Hiesgen, Vorsitzende  der Nachbarschaftshilfe Oberding/Eitting, schlägt Alarm: Vor allem die Senioren bräuchten mehr Unterstützung.

NiederdingDie Nachbarschaftshilfe Oberding/Eitting hat sich in den vergangenen fünf Jahren fast halbiert. Deshalb schlägt die Vorsitzende Angelika Hiesgen Alarm: Vor allem die Senioren bräuchten mehr Unterstützung. „Die meisten unserer Helfer sind fitte Rentner“, sagt die 55-Jährige aus Niederding. Trotzdem ist sie besorgt, denn: In den vergangenen Jahren sei die Helferzahl auf 30 zurückgegangen, vor fünf Jahren waren es noch 54 Helfer.

In der Jahreshauptversammlung des Vereins im Bürgersaal Niederding wurde klar: Vor allem für Notfälle und die Betreuung von Senioren könnte die Nachbarschaftshilfe mehr Ehrenamtliche brauchen. Und diese Notfälle gibt es immer wieder: „Wenn sich eine Mutter zum Beispiel das Bein bricht und sich jemand um die Kinder kümmern muss“, oder: „Eine schwangere Mama auf einmal liegen muss“, sagt Sozialpädagogin Hiesgen.

Aber vor allem die Senioren würden die Helfer gerne mehr unterstützen: Wenn sie zum Arzt müssen, im Garten Hilfe brauchen oder beim Maibaum aufstellen zuschauen wollen: „Aber das steht und fällt mit den Helfern“, sagt Hiesgen. 695 Einsatzstunden haben sie im vergangenen Jahr geleistet – für Jung und Alt. Sie stemmen Fahrdienste für Menschen, die selbst nicht mehr mobil sind: zum Arzt, Einkaufen oder zur Behörde. Das Problem dabei: „Diese Termine sind meistens am Vormittag“, sagt sie: „Für berufstätige Helfer ist das schwer zu leisten.“

Vier Helfer sind außerdem zweimal pro Woche in den Kinderspielgruppen Spatzennest in Oberding und bei den Mooszwergerln in Eitting. Sie spielen, malen und singen mit den Kindern unter drei Jahren: „Die Eltern haben dann mal ihre Ruhe, und die Helfer bereiten die Kinder auf den Kindergarten vor.“

Außerdem sind zwei Aktive in der Volksschule Oberding im Einsatz, um mit Grund- und Mittelschülern Deutsch zu üben: „Das sind Kinder aus der Asylbewerberunterkunft aus Aufkirchen, aber auch Kinder, deren Eltern am Flughafen arbeiten, zum Beispiel Bulgaren oder Ungarn.“

Für die Bewohner des Seniorenzentrums bleibe wiederum wenig Zeit: Sie würden sich zum Beispiel Ausflüge durch die Gemeinde wünschen, zum Flughafen oder zum Maibaumaufstellen. Den Maibaum-Wunsch kann die Nachbarschaftshilfe heuer erfüllen. Trotzdem sagt Hiesgen: „Wir könnten noch mehr tun, wenn wir mehr Helfer hätten.“ Dann könnten sie mehr Fahrdienste für die Senioren organisieren oder Angebote für Zugezogene: „Eine Fahrradtour durch die Gemeinde zum Beispiel.“

Außerdem gab es in der Jahreshauptversammlung eine Nachwahl: Gertraud Danzer ist die neue Schatzmeisterin. Deshalb darf ihr Mann Andreas Danzer die Kasse nun nicht mehr prüfen. Sein Amt übernimmt Oskar Rist.

Helfer gesucht:

Wer sich in dem Verein engagieren will, meldet sich per E-Mail an nachbarschaftshilfe@oberding.org.

Anna Schwarz

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