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Ausrüstung ist wichtig:  die Oberdinger Wehr mit ihrem neuen HLF 20/20 im Jahr 2018.

Gemeinde will rund 60 000 Euro bezuschussen

Navi und Co.: Finanzspritze für fünf Oberdinger Feuerwehren

  • Markus Schwarzkugler
    vonMarkus Schwarzkugler
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Gleich fünf Feuerwehren gibt es in der Gemeinde Oberding, und die wollen entsprechend ausgerüstet sein. Jedes Jahr erhalten sie von der Gemeinde einen Obolus, heuer sind es rund 56 000 Euro. In den Haushalt werden auf Vorschlag von Bürgermeister Bernhard Mücke (CSU) sogar rund 5000 Euro mehr eingestellt – als Puffer. Der Beschluss des Gemeinderats erging einstimmig.

Oberding– Feuerwehrreferent Georg Maier (WG Notzing) stellte die neunteilige Bedarfsliste vor. Einen Löwenanteil mit rund 21 000 Euro machen darin die von den Wehren Aufkirchen, Notzing und Schwaig beantragten Schutzbekleidungen aus. Laut Maier geht es um Ersatzbeschaffungen und Ausrüstung für junge Aktive, die aus der Jugendfeuerwehr in die reguläre Wehr übernommen worden sind. Die Summe komme ihm sogar wenig vor, meinte Christian Kaiser (WG Oberding), der bekanntlich vom Fach ist. Maier erklärte, dass es sich nur um eine jährliche Teilbeschaffung handelt, es gehe nicht um sämtliche 250 Feuerwehrleute. „Die Dinge kommen einfach in die Jahre. Wir werden da auch in den nächsten Jahren Kostenblöcke drin haben“, erklärte Maier, der darauf hinwies, dass die 

Feuerwehrreferent Georg Maier.

Kosten dank des Einkaufs über den Landkreis „sehr günstig“ seien.

Darüber hinaus ist ein Navigationssystem beantragt, das mit integrierter Funkbedienung bei einem Alarm direkt zum Einsatzort weist. „Zeitraubende Zwischenschritte sind nicht mehr erforderlich, Übertragungsfehler können ausgeschlossen werden“, so Maier. Effektiv sei das System vor allem bei Verkehrsunfällen außerhalb der Ortschaften und bei Einsätzen auf der FTO. Zunächst sollen für 2600 Euro nur die beiden Fahrzeuge in Niederding ausgerüstet werden, um erste Erfahrungen zu sammeln. Für 2022 will Maier dann die restlichen zehn Fahrzeuge ausrüsten lassen.

Wie kürzlich berichtet, setzen die VG Oberding und die fünf Wehren künftig auf ein sicheres und unabhängiges Videokonferenzsystem für Online-Schulungen. Für die Anschaffung von Hard- und Software hat der Gemeinderat in der vorangegangenen Sitzung einstimmig beschlossen, dass die Gemeinde bis zu 3500 Euro bezahlen wird.

Zudem sagte Maier: „Das mit den neuen Führerscheinen wird immer mehr zum Problem.“ Denn mit der Klasse B „dürfen lediglich die kleinen Mehrzweckfahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht gefahren werden“. Nachdem immer mehr ältere Feuerwehrler aus dem aktiven Dienst ausschieden, die noch den Führerschein Klasse 3 bis 7,5 Tonnen oder den aktuellen CE-Schein hätten, „muss zwingend für Ersatz gesorgt werden“. Das kostet freilich Geld. Kaiser wollte dahingehend wissen, wie lang man denn bei der Feuerwehr bleiben müsse, wenn diese einem den entsprechenden Führerschein ermöglicht. Wie Mücke deutlich machte, hat die Wehr rechtlich keine Handhabe, entsprechende Vorgaben zu machen.

Maier zufolge braucht es außerdem Geräte und Material für die Erste-Hilfe-Ausbildung.„Nur so kann auf Dauer ein ausreichend hoher Ausbildungsstand in Erster Hilfe gewährleistet werden“, sagte Maier. Wartung und Verleih werde die Wehr Aufkirchen übernehmen. Maier denkt hier auch an die Ausbildung der Jugendfeuerwehrler.

Pro Feuerwehr rechnet Maier außerdem mit 500 Euro für neue Funktionswesten der Führungskräfte. Die aktuellen dienen Kommandant, Einsatzleiter und Co. zwar zur besseren Erkennung im Einsatz, laut Maier gelten sie aber nicht als offizielle Warnwesten und hätten damit keinen ausreichenden Versicherungsschutz. Deswegen brauche es neue Westen, die diese Erfordernis erfüllten.

Bei der Feuerwehr Niederding müssen die Reifen ihres Mehrzweckfahrzeugs – wie alle zehn Jahre erforderlich – erneuert werden. Kostenpunkt laut Maier: zwischen 1700 und 1800 Euro. Dem Referenten zufolge beantragt die Feuerwehr Aufkirchen noch den Einbau von diversen Insektenschutzgittern in ihrem Gebäude.

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