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Hand in Hand schritten Bernhard Mücke und seine Birgit nach der Trauung in Oberneuching durchs Spalier.

Bernhard Mücke hat viel vor

Nach der Hochzeit geht’s für den Bürgermeister zurück ins Rathaus

Gut gelaunt und sehr entspannt geht Oberdings Bürgermeister Bernhard Mücke (56) ins zweite Halbjahr. Kein Wunder, hat der Rathauschef doch erst seine Lebensgefährtin geheiratet. Im Gespräch mit unserer Zeitung soll es aber auch um die Projekte gehen, die ihn demnächst in der Gemeinde wieder beschäftigen werden.

VON FRIEDBERT HOLZ

Oberding– Gut gelaunt und sehr entspannt geht Oberdings Bürgermeister Bernhard Mücke (56) ins zweite Halbjahr. Kein Wunder, hat der Rathauschef doch erst seine Lebensgefährtin Birgit (34), geborene Rehm, in Oberneuching geheiratet. Standesbeamter war Mückes Bürgermeister-Kollege Hans Peis. Auch Landrat Martin Bayerstorfer und weitere Amtskollegen aus dem Landkreis bereiteten dem Paar einen schönen Empfang samt Spalier nach der Trauung. Nach der Feier ging’s in die Flitterwoche nach Bad Hofgastein, „ganz konsequent mit ausgeschaltetem Handy“, berichtet Mücke, der die kommunale Arbeit freilich nicht aus den Augen verloren hat.

Viele Aufgaben warten auf ihn, vor allem auf dem Bausektor. Zum einen läuft der Neubau der Grund- und Mittelschule, zum anderen steht ein Entwurf des Planungsverbands für das neue Gebiet „An der Herrnstraße“ im Ortsteil Niederding an. Hier soll ein Ingenieurbüro aufzeigen, wie dort 47 Parzellen auf rund 2,8 Hektar zu einem attraktiven Wohngebiet zusammengefasst werden können. „Rund die Hälfte der Grundstücke sollen als Einheimischen-Modell angeboten werden – als Einzel- oder Doppelhäuser sowie mit einem so genannten Dreispänner – sowie von uns als Gemeinde bebaut werden“, erklärt Mücke. „Die andere Hälfte kann in den freien Markt gehen.“ Wenn alles optimal läuft, schätzt der Gemeindechef, könnte 2021 Baubeginn sein.

Zudem gibt es bereits Vorschläge für ein neues Baugebiet in Aufkirchen. Dort wird auch, rings um die alte Schiffshalle, der neue Bauhof der Gemeinde entstehen. Damit soll schon im kommenden Jahr begonnen werden, vor dem Neubau müssen noch einige kleinere Bauten abgerissen werden.

Damit aber nicht genug: Am Wenzelberg in Schwaig wird die Gemeinde acht Wohneinheiten erstellen lassen, ebenfalls in Schwaig soll 2020 die neue Unterkunft für Obdachlose fertig werden (wir berichteten).

Noch längere Zeit aber dauert es wohl, bis Oberding und seine Teilorte von der Verkehrsbelastung rings um den Flughafen München etwas erlöst werden. „Der Verkehr durch die Gemeinde nimmt immer mehr zu, manche Bürger trauen sich tagsüber kaum mehr über die Straße. Dieses Problem wird uns sicher noch viele Jahre begleiten, auch wenn wir versuchen, den Bürgern in Niederding und Aufkirchen eine Fußgänger-Querung zu ermöglichen. Da es jedoch Kreisstraßen sind, ist hier vor allem das Landratsamt in der Pflicht“, betont Mücke.

Zudem glaubt er nicht an einen schnellen Ausbau der Flughafentangente Ost, an den raschen Weiterbau des
S-Bahn-Ringschlusses vom Flughafen bis Erding sowie an die damit zusammenhängende Erstellung eines neuen Bahnhofs in Schwaigerloh. „Der Flughafen kann auf seinem eigenen Areal viel schneller und unabhängiger bauen als wir in der umliegenden Region. Denn wir sind leider von sehr vielen anderen Einfluss-Faktoren abhängig“, sagt Mücke.

In der Verwaltung gibt es zudem schon seit längerem Pläne für ein neues Gemeindezentrum Oberding. „Sobald der Bauhof einmal umgezogen ist und wir das Areal hinter dem jetzigen Rathaus nutzen können, wollen wir auch hier bauen. Dann sollen aber nicht nur alle Gemeinde-Ämter ein neues Zuhause bekommen, wir denken auch an Arztpraxen und Ähnliches – wir sind also für die kommenden Jahre gut ausgelastet.“

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