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Gehen nur corona-technisch auf Abstand: die ZWM-Vorsitzenden Bernhard Mücke (l.) und Georg Nagler.

Grund ist fast ausschließlich der Flughafen

Corona lässt Wasserverbrauch einbrechen

  • Markus Schwarzkugler
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Rund 222 000 Kubikmeter Wasser weniger hat der Zweckverband Wasserversorgung Moosrain (ZWM) von Januar bis Juni im Vergleich zum Vorjahr abgegeben. Dieses Minus ist der Corona-Situation zuzuschreiben und geht quasi ausschließlich auf ausgebliebene Lieferungen an den Flughafen zurück. Das gab Geschäftsführer Wolfgang Haberger in der ersten Verbandsversammlung seit den Kommunalwahlen am Mittwochabend in der Dreifachsporthalle in Oberding bekannt.

VON FRIEDBERT HOLZ UND MARKUS SCHWARZKUGLER

Oberding – Der Flughafen, der neben den fünf Mitgliedsgemeinden Eitting, Finsing, Moosinning, Neuching und Oberding mit zum ZWM-Versorgungsgebiet zählt, hatte im besagten Zeitraum fast 210 000 Kubikmeter Wasser weniger verbraucht. Normalerweise, berichtet Haberger auf Nachfrage, verbraucht der Flughafen im Monat 80 000 Kubikmeter, zuletzt seien es nur rund 30 000 Kubikmeter gewesen.

Kurzarbeit und kaum Flugbetrieb am Flughafen – das sind Haberger zufolge die Gründe für die geringere Lieferung. Abgesehen vom Airport im Moos sind die Abgabezahlen recht unverändert. Da etwa in Hotels wegen Corona kaum Betrieb herrschte, heißt das folglich, dass im Privaten mehr verbraucht worden sein muss. Homeoffice ist hier das Stichwort.

Schließlich gab die Verwaltung des Verbands bekannt, dass die reduzierte Umsatzsteuer von bisher sieben auf nun fünf Prozent voll an die Kunden weitergegeben werde, „dafür sind auch keine neuen Ablesevorgänge notwendig“, betonte Bernhard Mücke.

Der bisherige und neue Vorsitzende, zudem Bürgermeister in Oberding, teilte den Verbandsräten zudem mit, dass mit dem Bau des neuen Wasserwerks dort am 20. Juli begonnen werde. Von den geplanten Gesamtkosten in Höhe von 6,65 Millionen Euro übernimmt die Flughafen München GmbH 2,9 Millionen Euro. Die neue Anlage soll bis 30. Juni 2022 fertiggestellt sein.

Bei den Neuwahlen bestimmte das Gremium mit einigen neuen Mitgliedern Mücke wieder zum Vorsitzenden. Georg Nagler, neuer Bürgermeister in Moosinning, erhielt das Vertrauen als Stellvertreter. Zu Stellvertretern im Verbandsausschuss wurden Franz Schweiger (Oberding), Manfred Lex (Moosinning), Josef Brückl (Eitting), Manfred Mittermaier (Neuching) und Martin Hagn (Finsing) gewählt. Auch der Rechnungsprüfungsausschuss wurde neu bestimmt. In dieses Gremium wurden Marietta Burger-Braun (Moosinning), Manfred Mittermaier und Franz Schweiger gewählt, der auch den Vorsitz innehat.

Schließlich genehmigten die Verbandsräte einstimmig neue Aufwandsentschädigungen: Der Vorsitzende erhält monatlich 525 Euro, sein Stellvertreter 175 Euro, für Reisen bekommen beide jeweils 150 Euro. Die Verbandsräte erhalten je 25 Euro Sitzungsgeld, die Mitglieder des Rechungsprüfungsausschusses pro Arbeitsstunde ebenfalls je 25 Euro.

Ebenso einverstanden war die Versammlung mit der vorgelegten Geschäftsordnung des Verbands sowie der Gewährung der München-Zulage für alle ZWM-Angestellten rückwirkend zum 1. Januar.

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