Maria Kaiser näht für ihr Leben gern Trachtenkleidung. Derzeit arbeitet die Oberdingerin aber an ganz anderen Accessoires.
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Hilfe made in Oberding (v. l.): Initiatorin Maria Kaiser mit Sohn Christian, Bürgermeister Bernhard Mücke und Vera Kressirer mit einem Teil der dringend benötigten bunten Mundbedeckungen für Kinderkrankenhäuser und Seniorenheime.

Die fleißigen Näherinnen

Oberding: Mund-Nasen-Masken für Krankenhäuser und Seniorenheime

Maria Kaiser näht für ihr Leben gern Trachtenkleidung. Derzeit arbeitet die Oberdingerin aber an ganz anderen Accessoires.

OberdingMaria Kaiser näht für ihr Leben gern Trachtenkleidung. Derzeit arbeitet die Oberdingerin aber an ganz anderen Accessoires. Ihre Schwiegertochter Andrea hat sie darüber informiert, dass das Kinderkrankenhaus Dritter Orden in München-Nymphenburg dringend Mundbedeckungen für die Normalstation benötigt.

Für die 68-Jährige war dies der Startschuss einer sehr außergewöhnlichen Hilfsaktion. Schon nach ein paar Versuchen an der Nähmaschine war klar, dass sie für die Produktion der Bedeckungen dringend weitere Hilfe benötigt. Vera Kressirer, Carmen Huber und Rita Neumayr aus ihrer Hobbynähgruppe waren sofort mit an Bord. Wenig später halfen Lisa Körger, Anita Kollmannsberger, Annemie und Dani Schmid sowie Katharina Nußrainer dem Projekt weiter auf die Sprünge.

Masken für Kinderkliniken

Es dauerte nur wenige Tage, bis Kaisers Sohn Christian 160 Stück der begehrten Bedeckungen in die Kinderklinik nach München liefern konnte. Das Kinderkrankenhaus in Landshut-Achdorf bekam von der Aktion Wind und bat die Näherinnen ebenfalls um Hilfe. Die Frauen nähten in nur wenigen Tagen 220 Stück und lieferten schnellstens nach Landshut.

Mit der Pflegestern Seniorenservice gGmbH, die Seniorenheime in Oberding, Grafing, Anzing, Finsing und Poing betreibt, kam weitere Arbeit auf die Gruppe zu. Jetzt wurden kurzerhand 350 Mundbedeckungen hergestellt und übergeben. Weitere 1100 Stück sollen folgen.

Stoffspende vom Bürgermeister

Christian Kaiser startete wegen der großen Resonanz einen Facebook-Aufruf. Damit konnte er weitere 20 Näherinnen für die Aktion gewinnen. Mittlerweile wird in drei Gruppen unermüdlich gearbeitet. Bevor die zumeist gespendeten Stoffe jedoch in die Produktion gehen können, müssen sie aus hygienischen Gründen auf 95 Grad Celsius ohne Waschmittel gewaschen und anschließend gebügelt werden. Diesen äußerst wichtigen Job übernimmt seit Anfang an Christl Dollmann derzeit noch auf eigene Kosten. Christian Kaiser ist zudem für das Besorgen der Stoffe und die Auslieferung der fertigen Mundbedeckungen zuständig.

Oberdings Bürgermeister Bernhard Mücke ist sehr stolz auf die Hilfsaktion und spendete Stoff im Wert von 500 Euro aus eigener Tasche. Das können die Nähgruppen gut gebrauchen, denn sie stehen auch für weitere Hilfsanfragen zur Verfügung. Gegebenenfalls würden sie auch die Näh-Gruppen noch einmal aufstocken.

Norbert Simmet

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