So sieht’s aktuell noch aus: das Rathaus an der Tassilostraße in Oberding und links im Hintergrund der Bauhof, der nach Aufkirchen umzieht.
+
So sieht’s aktuell noch aus: das Rathaus an der Tassilostraße in Oberding und links im Hintergrund der Bauhof, der nach Aufkirchen umzieht.

Wettbewerb zu Rathausneubau und Wohnungen – Bauhof in Aufkirchen: Abrissarbeiten

Oberding nimmt Bau von Rathaus und Bauhof in Angriff - Schwaig bekommt Packstation

  • Markus Schwarzkugler
    vonMarkus Schwarzkugler
    schließen

Oberding feilt an einem neuen Rathaus plus Wohnungen, außerdem packt die Gemeinde den Bauhof-Neubau an. Und Schwaig bekommt eine Packstation.

Oberding – Zwei miteinander verbandelte Großprojekte werden die Gemeinde Oberding in den nächsten Jahren beschäftigen. Corona hat zwar dafür gesorgt, dass es nun ein Jahr länger gedauert hat, bis der Bau des neuen Rathauses in Oberding und des Bauhofs in Aufkirchen angepackt werden, doch langsam aber sicher wird’s konkreter, wie am Dienstag in der Gemeinderatssitzung deutlich wurde. Auf dem Rathaus-Areal soll sogar Wohnraum entstehen. Und: Schwaig bekommt demnächst eine DHL-Packstation.

Städtebaulicher Wettbewerb

Wie Bürgermeister Bernhard Mücke (CSU) im Gremium mitteilte, bereitet derzeit ein Planungsbüro im Auftrag der Gemeinde einen städtebaulichen Wettbewerb vor. Am 18. Mai will der Gemeinderat zu einer Sondersitzung zusammenkommen und die Details des Wettbewerbs ausloten. Wird es ein Anbau oder ein kompletter Neubau des Rathauses? Auf Nachfrage unserer Zeitung legt sich VG-Geschäftsleiter Josef Steinkirchner auf einen Neubau fest. Hinter dem Bestandsgebäude sei ein großes Feld, das Platz für Wohnraum lasse. Zu einer möglichen Wohnungszahl kann Steinkirchner noch nichts sagen, auch das sei Teil des Wettbewerbs.

Im aktuellen Rathaus „wollen wir so lang drin bleiben, bis der Neubau steht“, sagt er. Wo genau das neue hinkommt, steht noch nicht fest. Es soll ihm zufolge jedenfalls auf dem Areal im vorderen Bereich Richtung Kreis- beziehungsweise Tassilostraße platziert werden. Platz genug habe man, da ja der Bauhof wegkomme. Und dass das Wohnprojekt weiter hinten, von der Straße entfernt entstehen soll, mache unter anderem aus Lärmgründen Sinn. „Das Areal ist so groß, da könnten wir mehrere Rathäuser bauen“, so Steinkirchner. Einen möglichen Fertigstellungstermin will er noch nicht nennen, das sei zum aktuellen Zeitpunkt unseriös – auch im Hinblick auf die coronabedingt angeschlagene Finanzsituation. Der städtebauliche Wettbewerb werde sich jedenfalls über das ganze laufende Jahr hinziehen.

Nur die Schiffshalle bleibt

Der Bauhof zieht bekanntlich auf den ehemaligen Bauhof des Bayernwerks in der Nähe des Kanals in Aufkirchen um.

Vor rund vier Jahren hat die Gemeinde das eineinhalb Hektar große Areal gekauft, derzeit stehen noch Altgebäude darauf. Sie werden alle abgerissen – außer der alten Schiffshalle „Die ist noch tipptopp beinander“, sagte Mücke schon vor zwei Jahren. Bis in die 90er Jahre befuhren sogenannte Pontons, also Arbeitsplattformen, den Kanal zwischen den Kraftwerken Aufkirchen und Eitting. Mit diesen Blechschiffen wurden Bautrupps zu Reparaturen an den maroden Kanalbetonwänden transportiert.

Derzeit bereitet die Gemeinde die Ausschreibung für den Abbruch der weiteren Gebäude und für die Altlastensanierung vor. Im Herbst sollen diese Arbeiten, die das Gelände für die neue Nutzung auf Vordermann bringen, über die Bühne gehen.

Laut Mückes Darstellung im Gemeinderat soll die Planung für den neuen Bauhof bis Ende des Jahres fertig sein, anschließend werde ausgeschrieben. Der eigentliche Bau soll dann 2022 beginnen. Mücke rechnet mit einer Bauzeit von eineinhalb bis zwei Jahren.

„Wir schauen, wie die Vergaben laufen und haben keinerlei Zeitdruck“, sagt derweil Steinkirchner im Gespräch mit unserer Zeitung. Das sei ein entspannteres Vorgehen als bei anderen Projekten. „Von vorneherein alles durchplanen“, das ist die Devise.

DHL-Packstation am Dorfplatz

In Schwaig dürfen sich die Bürger schon mal auf eine Packstation freuen. „Wir haben Rückmeldung bekommen, dass die DHL hochinteressiert ist, eine Packstation zu errichten“, sagte Mücke.

Die DHL hat sich bislang nicht zu einem favorisierten Standort geäußert, dafür wissen die Schwaiger vor Ort schon, was am sinnvollsten wäre. Gemeinderat Rainer Hellinger (WG Schwaig) berichtete von einer Ortsbegehung am Montag, bei der sechs Standorte rund um den Dorfplatz diskutiert worden waren. Schwierig gestaltet sich laut Hellinger, dass diverse Zugänge – etwa für Maibaum oder Festzelt – freigehalten werden müssen. Einzig sinnvoller Standort für die Station wäre ihm zufolge an den Längsparkplätzen unweit des Sparkassen-SB-Automaten. „Wenn man’s geschickt macht“, so Hellinger zu unserer Zeitung, müsse für die Station lediglich ein Parkplatz geopfert werden.

Mit der Packstation können Pakete bequem rund um die Uhr und sieben Tage die Woche empfangen und versendet werden. Anmelden muss sich man sich dafür lediglich einmal, die Nutzung ist kostenlos. Die DHL übernimmt unter anderem Herstellungs-, Planungs-, Aufbau- und Wartungskosten.

Wie berichtet, war Mitte November 2019 die Postfiliale im Kramerladen an der Freisinger Straße in Schwaig geschlossen worden. Und zwar wegen der für den Besitzer schwer umsetzbaren Vorgabe, die Filiale das ganze Jahr über geöffnet zu halten. Auch der Briefkasten kam weg, weil ihn der Hausbesitzer nicht mehr haben wollte. Schon damals äußerte Mücke neben dem neuen Briefkasten auch den Wunsch nach einer Packstation.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare