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Ortssprecher Anton Huber (l.) bei seiner Rede im Ortschaftsraum Aufkirchen.

Ortsversammlung Aufkirchen 

Raser machen die Bürger rasend

Viele positive Zahlen gab es in der Aufkirchener Ortsversammlung. Aber auch erschreckende in Sachen Geschwindigkeitsmessung: Die Raser bereiten große Sorge.

Aufkirchen – Es war wieder eine jener erfrischenden, launigen Reden, mit denen Aufkirchens Ortssprecher Anton Huber rund 80 Mitbürger bei der Ortsversammlung im Ortschaftsraum unterhielt. Er gab dabei das Motto aus, „nicht nur in, sondern mit Aufkirchen zu leben“, bat um solidarische Hilfe bei den vielen anstehenden Projekten.

„Wir haben wieder viel geleistet in 2017“, sagte Huber. „Wir waren bei der Brauereibesichtigung, feierten unser Dorffest und den Hüttenzauber. Aus dem Erlös dort konnten wir den Schulen in Eitting und Oberding immerhin 1800 Euro stiften. Wir hatten aber auch Ausgaben in Höhe von rund 4000 Euro – von der TÜV-Abnahme unseres Festzeltes bis zu Gebühren an die Gemeinde. Aber wir haben mit rund 10 000 Euro in der Kasse einen guten Fundus für das laufende Jahr.“

Was die Finanzen der Verwaltungsgemeinschaft Oberding angeht, legte Bürgermeister Bernhard Mücke nur positive Zahlen vor. „Wir werden weiter wachsen und haben im aktuellen Haushalt dafür rund 45 Millionen Euro geplant. Aufkirchen hat jetzt genau 1051 Einwohner, 50 mehr als im vergangenen Jahr. Der Gesamtort kommt auf 6473 Einwohner.“

Zwei Ampelanträge

Demnächst werde ein neuer Bauhof entstehen, außerdem werde die Zehentstraße erneuert. Zu einer möglichen Fußgängerampel durch den Ort – wie berichtet, haben so manche Eltern Sorgen um die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Schulweg – sagte Mücke: „Hier war wohl das Ergebnis einer Zählung von 2014 zu niedrig. Aber eine Ampel würde für die Sicherheit unserer Kinder nur dann Sinn machen, wenn der Übergang zusätzlich durch Schülerlotsen gesichert würde.“ Die Gemeinde hat, so Mücke zur Heimatzeitung, beim für die Kreisstraße zuständigen Landratsamt zwei Ampeln beantragt – zum einen an der Montessori-Schule und zum anderen in der Nähe der Ortsausfahrt Richtung Erding. Eine Antwort der Behörde stehe noch aus.

Kummer bereiten dem Gemeindechef einige Raser: Das schnellste Auto, aus Notzing kommend, wurde am Ortseingang mit 144 km/h gemessen, der Tempo-Rekord direkt vor der Schule liegt bei 109 km/h. „Und das nicht etwa um 6 Uhr früh“, so der Bürgermeister geschockt, „sondern nachmittags um 16 Uhr“.

Die Gemeinde werde für alle Ortsteile ein Verkehrsgutachten erstellen lassen. Dann sei nachvollziehbar, welche Fahrzeug-Ströme durch welche Straßen fließen. „Dabei sehen wir auch, wie viele Linksabbieger aus Erding von der Dorfstraße noch falsch in den Kirchberg einfahren. Wir bitten dringend darum, die Verkehrsinsel dort rechts zu umfahren.“

Ortssprecher Huber monierte, dass die Verteilung des Kuriers und der Gemeindenachrichten nicht mehr so gut funktioniere wie früher, ständig bekomme er Klagen von Bürgern. Und er gab bekannt, dass sämtliche Feldstraßen im kommenden Monat wieder gekiest werden. Zudem stehe das Mähen des Kirchbergs an, Brigitte Otten vom Pfarrbüro unterstrich diese Notwendigkeit.

Das war das Stichwort für Pfarrer Philipp Kielbassa vom Pfarrverband Erdinger Moos: Er dankte allen Beteiligten für die Abwicklung der Pfarrgemeinderatswahl. „Im November haben wir aber schon die nächste Herausforderung, dann steht die Kirchenverwaltungswahl an.“ Vielleicht, so der Pfarrer, gebe es Leute, die seine Arbeit verstärken könnten. Er brauche dringend Unterstützung. „Immerhin steht irgendwann die Renovierung des Pfarrhauses an. Bald beginnt dafür die Planung. Bei Baukosten von rund 1,5 Millionen Euro kann ich das nicht alleine leisten, schließlich muss etwas Gutes dabei herauskommen.“

Friedbert Holz

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