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Deutschlandweit hat diese Rettungsaktion am Mittleren Isarkanal Aufsehen erregt.

PM-Award „Retter in der Not“

Die Pferde-Helden von der Feuerwehr

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„Danke sagen“, das will ein Pferdefreund aus Niedersachsen allen Feuerwehren. Daher hat er die Aufkirchener Wehr und weitere für einen Preis der Deutschen Reiterlichen Vereinigung vorgeschlagen.

Aufkirchen – „Retter in der Not“ – das sind die Aktiven der Feuerwehr häufig. Bei einem spektakulären Fall Mitte August ging es um das Lebens eines Wallachs. Die Feuerwehren Aufkirchen, Erding und Pörring sowie die Wasserwacht hievten das Pferd aus dem Mittleren Isarkanal. Dafür sind die Retter nun für einen Preis nominiert: den PM-Award der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. Aus etwa 20 Kandidaten hat eine Jury die Pferderetter vom Isarkanal in die zweite Runde gewählt. Jetzt müssen sie sich in einem Online-Voting nur noch gegen zwei Mitbewerber durchsetzen.

Die Rettung aus dem Kanal hat weithin für Aufsehen gesorgt: unter anderem bei Klaus-Rüdiger Staats aus dem 600 Kilometer entfernten Bahrdorf in Niedersachsen. Der Pferdefreund hat die Feuerwehren für den Preis vorgeschlagen. „Landauf, landab helfen Feuerwehren uns Pferdeleuten aus der Patsche, ob das Pferd im Graben liegt, in einer Güllegrube steckt oder ins Eis eingebrochen ist“, begründete Staats seine Idee gegenüber der Reiterlichen Vereinigung. „Es vergeht keine Woche, in der nicht irgendeine Feuerwehr in Deutschland hilft. Dafür gilt es Danke zu sagen.“ Die Pferderetter vom Isarkanal solle stellvertretend für alle ausgezeichnet werden, argumentierte Staats. In der Kategorie „Retter in der Not“ nominiert sind neben den Feuerwehrlern noch eine Westerntrainerin, die sich für den Tierschutz engagiert, und der Pferdegnadenhof „Die Arche“.

In Aufkirchen wird der Wettbewerb mit Interesse verfolgt. Tierrettungen aus dem Isarkanal kämen immer wieder mal vor, berichtet 2. Kommandant Peter Reiss. In der Regel gehe es aber um Rehe oder Hunde. An Einsätze mit Pferden kann er sich nur an zwei erinnern, einmal bei einem Unfall und einmal mit einem Tier, das in einen Tümpel eingesunken war.

Zu gewinnen gibt es eine Trophäe – und die Teilnahme an der feierlichen Preisverleihung mit Sektempfang und Häppchen. Dieser Ehrenabend findet am Dienstag, 12. Dezember, im 630 Kilometer weit entfernten Warendorf statt. „Da werden wir dann wohl einen Ausflug machen müssen“, sagt Reiss lachend. Die große Aufmerksamkeit für die Pferderettung habe ihn schon erstaunt, aber: „Das ist eine gute Werbung für die Feuerwehr.“

Jetzt abstimmen: 

Die Top 3 in jeder Kategorie stellen sich ab sofort in einem öffentlichen Online-Voting zur Wahl. Unter www.fn-pm.de/pm-award kann bis zum 31. Oktober abgestimmt werden.

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