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Jetzt fehlen nur noch ein paar Übungseinheiten (v. l.): Siegfried Ippisch präsentiert mit Lars Pappert und Johann Durner von Uniper Kraftwerke das Tierrettungsnetz.

Isarkanal

Rettungsnetz nicht nur für Tiere

Aufkirchen – Ein eigens entwickeltes Tierrettungsnetz hat die Uniper Kraftwerk GmbH der Wasserwacht Erding übergeben. Damit können künftig in Not geratene Wildtiere schonend aus dem Kanal gerettet werden.

Seit der Sanierung des Kanals kam es bisher etwa 300 Mal vor, dass Rehe, Hunde und in seltenen Fällen gar Kühe geborgen werden musste. Bei den gestressten Tieren ein nicht ungefährliches Unterfangen – sowohl für die Retter von Feuerwehr und Wasserwacht als auch für die Opfer.

Seile schmerzen und sind nur schwer anzulegen, da sich das Tier gegen die vermeintliche Misshandlung wehrt. Die Lösung ist das Tierrettungsnetz, welches ähnlich einem Fischernetz zu gebrauchen ist. Im Wert von etwa 1700 Euro, ist es von leichter Bauart und trägt es bis zu drei Tonnen. Damit können die Retter auch eine schwergewichtige Kuh auf schonende Weise bergen. Zuständig ist hierfür die Wasserwacht. Sie wird stets zusammen mit der Feuerwehr alarmiert, deren Kran benötigt wird.

Sinnvoll ist das Netz aber nicht nur bei der Tierrettung. Siegfried Ippisch, Vorsitzender der Wasserwacht, erläuterte, dass damit auch Menschen aus dem Fließwasser gezogen werden können. Nicht zuletzt wenn Leichen zu bergen sind, bei denen die Polizei Wert auf möglichst unversehrte Körper legt.

Ein angenehmeres Thema brachten Lars Pappert und Johann Durner von Uniper zur Sprache. Die insgesamt 300 Wildausstiegshilfen bewähren sich zusehends. Mit der derzeit wachsenden Bepflanzung sollen die Tiere die rettende Ausstiege besser erkennen.

Der 50 Kilometer lange Kanal entwickelt sich mehr und mehr zu einem beliebten Naherholungsgebiet von Radlern, Joggern und Spaziergängern, teils mit Hunden. Deren Einsicht ist im Ernstfall gefordert. Zwar kann und soll man ein in Not geratenes Wildtier der Feuerwehr melden, sich aber dann vom Ufer entfernen. Andernfalls sind die Tiere zu scheu, sich vielleicht noch aus eigener Kraft zu retten. Entlang der Wege sind zwar entsprechende Hinweistafeln angebracht, die aber aufgrund von Vandalismus kaum noch zu lesen sind.

gse

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