Sammelstation für Pflanzenschutzmittel

Weniger Pestizide im Grundwasser

Die Gemeinde Oberding gibt 275 000 Euro aus, um die Belastung des Grundwassers mit Pflanzenschutzmitteln zu bekämpfen.

Oberding – Gemeinsam mit Leader, einem EU-Förderprogramm zur Entwicklung ländlicher Regionen, startet die Gemeinde Oberding ein umfangreiches Projekt zum Grundwasserschutz. Ziel ist die Errichtung von biologischen Filtern und Schutzdächern an Befüllstationen für Pflanzenschutzmittel.

Grundsätzliches Problem ist, dass beim Reinigen und Befüllen von Pflanzenschutzgeräten Reste der Flüssigkeiten über befestigte Flächen in die Gewässer gelangen. Zweckdienlich wären hier zentrale Befüll- und Waschstationen, bei denen verhindert werden kann, dass Pflanzenschutzmittel ins Grundwasser gelangen. Das System arbeitet mit einem Sammelbehälter. Die kontaminierten Flüssigkeiten werden in einem aktiven Substrat aus Erde und organischen Material biologisch abgebaut.

Für Oberding sei das ein wichtiges Thema, legte Bürgermeister Bernhard Mücke in der Gemeinderatssitzung am Dienstag dar. Der Zweckverband zur Wasserversorgung betreibt insgesamt sechs Tiefbrunnen und fördert pro Jahr 2,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser. Die Schutzgebiete Obere Point und Oberdingermoos nehmen eine Fläche von 69 Hektar ein. Außerdem werden mehre Fischteiche genutzt und durchs Gemeindegebiet laufen einige Gewässer.

Ganztagsschule: Gemeinde wird Träger

Drei Filteranlagen mit Waschhallen und Schutzdach sind nach Ansicht von Leader notwendig. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 825 000 Euro. Nach Abzug der Zuschüsse verbleiben für Oberding Bruttokosten von 275 000 Euro.

In gleicher Sitzung hat der Gemeinderat beschlossen, offiziell die Trägerschaft der Offenen Ganztagsschule an der Real- und Mittelschule zu übernehmen. Kooperationspartner ist bisher der Verein Brücke Erding. Das Kultusministerium hatte bereits im Juli 2013 festgelegt, dass das Bildungs- und Betreuungsangebot von einer Lehrkraft oder einer pädagogischen Fachkraft geleitet werden müsste. Die Qualifikation konnte von der Brücke bisher nicht erfüllt werden.

Daher hatte die Regierung von Oberbayern eine Frist bis zum Schuljahr 2017/18 gesetzt. Für die Angebote der offenen Ganztagsschule steht nun für jede genehmigte Gruppe ein Budget für den Personalaufwand zur Verfügung. Die kommunale Mitfinanzierung beträgt jeweils 5500 Euro. Für die Mittelschule liegt der Etat bei 29 200 Euro jährlich, für die Realschule bei 23 350 Euro. Die Mittel dienen zur Abdeckung des Personalaufwands.

Gert Seidel

Rubriklistenbild: © dpa

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