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Mit Spaß etwas sportlicher werden: Das ist das Ziel des DAK-Projekts fit4future an der Grundschule Oberding.

Schulen im Landkreis

Kooperationen zum Wohl der Kinder

Besuch von außerhalb ist für viele Schüler eine willkommene Abwechslung. Und auch die Pädagogen freuen sich über die Bereicherung des Unterrichts.

Oberding/Wartenberg Konzerne, Krankenkassen, Kindergärten – mit diesen und vielen weiteren externen Partnern haben Schulen Kooperationen. Die Kinder lernen dabei Inhalte, die im Unterricht nicht immer so gut dargestellt werden könnten.

Bei der Realschule Oberding geht diese Zusammenarbeit so weit, dass die Jugendlichen sogar an einem nagelneuen BMW Grundkenntnisse als Mechaniker ausprobieren konnten. Der Automobilhersteller stellt Praktikumsplätze zur Verfügung, und eine Zeit lang stand das Auto in der Aula, an dem die Schüler selbst schrauben konnten. Ein weiteres Projekt heißt „Vorbild Mutter Natur“. In Zusammenarbeit mit Studenten der TH Deggendorf haben die Schüler experimentiert und so eine Einführung in die Bionik bekommen, der Verbindung von Biologie und Technik. Die Jugendlichen erfuhren, dass in dem Bereich Biologen eng mit Architekten, Chemikern, Ingenieuren und Materialforschern zusammenarbeiten.

Die AOK ist ebenfalls ein Partner der Oberdinger Realschule. Durch diese Kooperation wird das Bewerbertraining für die neunten Klassen durchgeführt. Dabei lernen die Schüler, wie ein Vorstellungsgespräch abläuft und wie sie sich am besten verhalten sollen, indem sie das gemeinsam mit einem Mitarbeiter der AOK durchspielen.

Weitere Verbindungen bestehen mit dem Flughafen München und Aon-Oberding. Die Firma für Fertigungs- und Prozessautomation besuchen Schulklassen in regelmäßigen Abständen.

Im gleichen Gebäude ist die Grund- und Mittelschule Oberding. Dort läuft „fit4future“ – ein Projekt der Cleven Stiftung sowie der DAK. „Für diese Zusammenarbeit haben wir uns entschieden, weil deren Zielsetzung einen sehr guten Ansatz hat“, sagt Schulleiter Johann Deschu. Es sei ja unbestritten, dass bei einigen Kindern erhebliche Bewegungsdefizite vorhanden sind. Er hofft, dass so die sportliche Motivation der Schüler gesteigert wird.

Zum Start wurde der Schule eine Spieltonne kostenlos zur Verfügung gestellt. Darin sind Sportgeräte für den Pausenhof und den Sportunterricht wie Bälle, Federballschläger und Reifen. „Dieses dreijährige Programm besteht aus den vier Grundbausteinen Bewegung, Ernährung, Brainfitness und Verhältnispräventation“, berichtet Deschu. Kooperationen mit anderen Stiftungen würden zur Zeit nicht laufen, da am Schulzentrum der Neubau viel Zeit und Energie binde.

Auch die Marie-Pettenbeck-Schule Wartenberg hat einige Kooperationen mit externen Partnern, zum Beispiel mit verschiedenen Kindergärten in der Umgebung. „Wir waren mit den neunten und zehnten Klassen in verschiedenen Kindergärten und haben dort vorgelesen. Dadurch lernen die Mittelschüler den Umgang mit Kindern sehr gut und sind mit sehr großer Begeisterung dabei“, erzählt Schulleiter Michael Braun. Die Kooperation mit Kindergärten wolle er unbedingt ausbauen, da seine Schüler dabei sehr motiviert seien.

Auch in Wartenberg gebe es Bewerbungstrainings mit der AOK. Das Seniorenzentrum sei ebenfalls ein wichtiger Partner. „Die Jugendlichen lernen da den Umgang mit älteren Leuten, was ich als sehr wichtig empfinde“, erklärt der Pädagoge. „Wir führen dort Theaterstücke auf und lesen vor. Das gefällt den Senioren sowie unseren Schülern sehr gut.“

Pia Hellemann

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