Wasserzweckverband Moosrain

Stabile Gebühren seit 1994

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Oberding – Die Moosrain-Kunden zahlen weiter 72 Cent pro Kubikmeter Wasser. Die Kalkulation gilt bis 2020. Dann stehen aber große Sanierungen an.

Die Verabschiedung der Wassergebühren war am Donnerstag keine schwere Entscheidung für die Versammlung des Zweckverbands zur Wasserversorgung Moosrain. Die Kunden zahlen weiterhin 72 Cent pro Kubikmeter – die gleiche Gebühr wie schon 1994. Damals standen freilich 1,40 Deutsche Mark auf den Rechnungen.

Die Kalkulation und damit der Gebührensatz gilt für die kommenden vier Jahre bis 2020. Danach könne es allerdings anders aussehen, sagt Geschäftsführer Wolfgang Haberger im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir werden dann einiges zu sanieren haben“, berichtet er. Das Netz im Verbandsgebiet mit den Gemeinden Oberding, Eitting, Moosinning, Neuching und Teilen Finsings sei im Durchschnitt 40 Jahre alt. Die Abschreibung der Wasserleitungen sei auf 50 Jahre angesetzt.

Der Verband werde in der kommenden Zeit an einem Sanierungsprogramm arbeiten. „Ungefähr 2020 sollte das Konzept stehen“, erklärt Haberger. Die Arbeiten an dem 400 Kilometer langen Leitungsnetz würden viele Jahre dauern. „Wir werden die Rohre dann peu à peu erneuern.“ Ein Anlass könnten dann ohnehin anstehende Straßenbauarbeiten sein.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist laut Haberger nicht absehbar, wo angefangen werden muss. „Unser Netz ist zu neu. Wir haben fast keine Rohrbrüche – jedenfalls nicht aus Alterungsgründen.“ Diese Generalsanierung werde sich dann auf jeden Fall auf Gebühren und Beiträge auswirken, berichtet Haberger, der seit 1992 Geschäftsführer des Verbands mit Sitz in Oberding ist. Ein Zweckverband sei eine kostendeckende Einrichtung. Er dürfe keine Gewinne machen und könne daher keine Rücklagen bilden.

Angeschlossen sind ein Gebiet mit knapp 19 000 Einwohnern und der Flughafen München. Der Verband hat im vergangenen Jahr 2,2 Millionen Kubikmeter Trinkwasser verkauft, fast die Hälfte nur an den Airport. „Im Großen betrachtet ist das ein Vorteil“, sagt der Geschäftsführer. Denn die Abnahme des Flughafens sei sehr konstant (1993: 580 m3; 2000: 872 m3, 2005: 929 m3; 2010: 959 m3).

Die ursprünglichen Prognosen für den Flughafen seien um ein Vielfaches höher gewesen, erzählt der erfahrene Wasser-Manager. Doch seit den 1990er Jahren seien umfangreiche Wassersparmaßnahmen umgesetzt worden. jetzt pendelt der Wert seit ein paar Jahren um die eine Million Kubikmeter herum.

Timo Aichele

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