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Zum Lachen bra chten (v. l.) die Fastenprediger Florian Huber und Ferdinand Ascher das Publikum im Bürgersaal.

Starkbierfest

Florianus und Friedenand schenken dem Bürgermeister ein

Die Schützengesellschaft Die Fröhlichen Niederding pflegt den Brauch des Derblecken und hatte  zum siebten Mal zum Starkbierfest eingeladen. 

Niederding – Es gehört zur bayerischen Tradition, in der Fastenzeit Politiker und andere Persönlichkeiten zu derblecken. Auch die Schützengesellschaft Die Fröhlichen Niederding pflegt diesen Brauch und hatte am Samstag bereits zum siebten Mal in den Bürgersaal eingeladen. Zwar ging es dort vorrangig um die Ehrung der besten Schützen. Höhepunkt des Abends ist jedoch stets der Auftritt der „Deanga Saufbrüder“. Verkleidet in Mönchskutten, lasen dann Bruder Florianus (Florian Huber) und Bruder Friedenand (Ferdinand Ascher) den Honoratioren die Leviten. Dazu gehörte natürlich auch Bürgermeister Bernhard Mücke.

In Niederding lasse sich Mücke ja nicht sehr oft sehen, monierten die Fastenprediger. Ob die Verschiebung der Bürgerversammlung denn daran liege, dass es immer noch keine Entscheidung zu einem neuen Baugebiet gebe? Schließlich habe er aber ein anderes wichtiges Projekt gut abgeschlossen: den Bürgerball: „mit Mega-Band, guadem Essn vom Deimel und extra Busshuttle“. Zudem habe eine hübsche Moderatorin durch den Abend geführt – „unsa Choreograf hod kam mehr schnaufa kinna“.

Die beiden Fasten-Mönche machten sich lustig über Feuerwehrler, die beim Skiausflug ganz schnell den Bus verlassen mussten, um sich „nachm Triumphatoranstich“ erleichtern zu können. Über die geplante Isarkanal-Fußgängerbrücke, über Feuchtigkeitssensoren in der Dreifachturnhalle, über eine Lösung bei den Schießständen der Schwaiger Schützen.

Die Fußballer vom TuS waren hingegen nur kurz Zielscheibe ihres Spotts, sie hoffen aber auf deren Aufstieg. Selbst über kleine Missgeschicke des Alltags wurde Häme ausgeschüttet: Wie etwa zwei junge Männer beim Auto einer Bekannten, das nicht mehr laufen will, nach einem technischen Fehler suchen. Wie dann „in Form vo zwoa riesige Bratzn“ plötzlich jemand einfach Benzin nachfüllte, und das kleine rote Auto wieder lief!

In einem kleinen Ort bleibt es auch nicht verborgen, wenn jemand mit dem Fahrrad stürzt oder sich die Knochen beim Skifahren bricht – da blieben Kommentare nicht aus. Beifall und Gelächter gab es auch, als die selbst ernannten Motz-Mönche über eine bald anstehende Hochzeit schwadronierten und von angeblichen Liebesschwüren am Rosenmontagsball wussten. Falls es soweit komme, müsse aber einer am Ort aufgeklärt werden: Der Junggesellenabschied auf Mallorca sei „ned wie sonst mim Moped“ zu erreichen. In Anspielung auf den Glyphosat-Streit rieten sie einer Frau, ihren Rasen in Zukunft nicht mehr mit „Round-Up“ zu düngen: „Vo der grünen Wiese is grod no a braune Brachlandschaft übrig blim.“ Friedbert Holz

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