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Stolz auf ihre Airbrush-Werke: Anja Gebauer aus Oberding hat schon viele große Arbeiten realisiert. Mit wohnzimmertauglichen Formaten denkt sie jetzt auch an eine Ausstellung.
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Stolz auf ihre Airbrush-Werke: Anja Gebauer aus Oberding hat schon viele große Arbeiten realisiert. Mit wohnzimmertauglichen Formaten denkt sie jetzt auch an eine Ausstellung.

Airbrush-Künstlerin Anja Gebauer aus Oberding träumt von einer eigenen Ausstellung

Tiermotive mit der Spritzpistole

Sie verschönert Seecontainer und Garagenwände: Airbrush-Künstlerin Anja Gebauer aus Oberding träumt jetzt von einer eigenen Ausstellung.

Oberding – Experimentierfreudiger geht’s fast nicht: „Je schräger der Auftrag, desto besser.“ Anja Gebauer holt dann ihre Airbrush-Pistole raus, schließt den Kompressor an und legt los: Seecontainer oder Garagenwände, Tore oder Gegengewichte für Traktoren oder Bollerwagen – nichts ist vor der 34-jährigen Oberdingerin sicher, wenn man sie lässt.

Dabei arbeitet die gelernte Raumausstatterin nicht planlos drauf los. Liebevoll gestaltet sie ihre Entwürfe zunächst am Tablet. Erst, wenn der Entwurf gefällt, wird er umgesetzt. Gelernt hat Gebauer ihre Kunst in verschiedenen Seminaren. „Das erste in München war fürchterlich. Da hab’ ich echt gedacht, ich bin zu blöd dafür“, erinnerte sie sich beim Besuch der Heimatzeitung noch mit leichtem Grausen.

Der künstlerische Durchbruch gelang ihr ganz persönlich in der Hauptstadt der Künstler an der Sprühdose oder -pistole: in Berlin. „Das war richtig gut“, sagt sie. Zu den ersten „Opfern“ gehörte ihre eigene Tochter, von der jetzt einige Bilder die Wohnung an der Faganastraße zieren.

Sie zeugen von einer enormen Kraft: „Süßigkeiten in den Haaren finde ich jetzt in natura nicht so toll, aber auf dem Bild sieht es gut aus“, kommentiert Gebauer das großformatige Werk. Natürlich hat sie ihre thematischen Schwerpunkte: „Tiere und Natur“ nannte sie auf diese Frage zuerst. Und so konnte sie eine Referenzarbeit vorweisen: Die Wand eines Carports zeigt eine Toskana-Landschaft. Die Autodachbox für ihre Ausrüstung wird von großen Wildkatzen dominiert. Woher ihre künstlerische Ader kommt? „Mein Urgroßvater und mein Vater haben gemalt. Das ist mir in die Wiege gelegt worden.“ Und: „Ich würde gern mal ausstellen. Alle diese Bilder schlummern unten in meinem Atelier.“ Das sieht etwas improvisiert aus, wird von einem großen Tisch beherrscht, an dem auch die Halterung für ein kleinere Airbrush-Pistole befestigt ist. Farben stapeln sich in den Regalen, die Staffelei trägt viele bunte Spuren.

Gebauer ist Mitglied im Oberdinger Künstlerverein und beim Künstlerstammtisch Hallbergmoos. Dort hat sie früher gewohnt. Hauptberuflich arbeitet sie bei der Lufthansa, aktuell ist Kurzarbeit angesagt. „Ich hab’ jetzt wirklich mehr Zeit für meine Kunst“, meint sie bedauernd. KLAUS KUHN

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