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Wieder da ist der dreijährige Windhund Darky

Tagelange Suche in Oberding geht wie durch ein Wunder gut aus

Windhund steckt in Schacht fest

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Ein Tierdrama mit einem  guten Ausgang gibt es aus Oberding zu vermelden. Über drei Tage lang war Windhund Darky spurlos verschwunden. Dann tauchte er wieder auf - an einem Ort, mit dem niemand gerechnet hätte.

Oberding – Angelica Eder liebt Windhunde. Vor allem der Rasse Whippet gilt ihre große Leidenschaft. Fünf Tiere besitzt die Familie, dazu einen Mischling, den sie aus Portugal mitgebracht hat.

Diese Liebe wurde nun auf eine harte Probe gestellt. Eder war ein paar Tage in Irland, eine Freundin passte auf ihre Hunde auf. Wie es dem drei Jahre alten Darky gelungen ist, zu verschwinden, ist der Oberdingerin bis heute ein Rätsel. „Unser Grundstück an der Tassilostraße ist mehrfach gesichert.“ Sie flog von Irland zurück und startete eine große Suchaktion. An der beteiligten sich die Erdinger Polizei, eine spezielle Suchhundegruppe, Freunde und das Online-Tierportal Tasso. Auch über Facebook wurde nach dem Whippet gefahndet.

Doch Darky blieb verschwunden. Eder setzte sogar einen Tiermediator ein. Der war sich sicher: Der Windhund ist irgendwo in einem Keller gefangen, in dem es dunkel und feucht ist. Was bei dieser Prognose niemand ahnte: Der Experte sollte Recht behalten.

„Ich bin nach über drei Tagen noch einmal alle Stellen abgegangen, an denen sich Darky aufhalten könnte.“ Und dann wurde sie doch fündig: Der Hund steckte in einem Gully, der im Garten ein Wasserbecken mit einer Fontäne speist. Da die im Moment nicht in Betrieb ist, kam niemand darauf, Darky in der Kanalröhre zu suchen. „Der Deckel stand leicht offen. Ich weiß nicht, wie er da hineingekommen ist“, erzählt Eder. Hinzu kam: „Der Hund hat weder gewinselt noch gebellt.“ Dafür sei er vielleicht schon zu schwach gewesen.

Sofort befreite Eder ihren Liebling, trocknete ihn ab und brachte ihn ins Haus zu seinen Artgenossen, die ihn ebenfalls nicht gefunden hatten.

Eder ist es nun ein Anliegen, sich bei allen zu bedanken, die bei der Suche mitgeholfen haben. Besonders dankbar ist sie der Polizei. „Man hat uns ernst genommen und uns unterstützt. Das ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit.“

Schon einmal hatten Eders Hunde für Schlagzeilen gesorgt. Vor drei Jahren war einer der Whippets von einem Einbrecher erschlagen worden, mit einem Baseballschläger oder einer Brechstange. „Er wollte wohl nur den Fremden begrüßen, die Tiere sind da sehr offen“, erinnert sie sich. Dass das Tier getötet wurde, kam erst bei den Ermittlungen heraus. ham

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