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Ölkatastrophe: Rund 100 Einsatzkräfte proben Ernstfall

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Schlauchboote ließen die Einsatzkräfte bei der Übung am Mittleren Isarkanal zu Wasser. © Simmet

Moosinning - Zwischen Pliening und Moosinning fand am Samstag am Mittleren Isarkanal eine große Ölwehrübung statt. Das Szenario war besorgniseregend: Druckabfall in einer unterirdischen Kerosin-Pipeline.

Alls Ursache des Druckabfalls war ein Leck in der 20 Zentimeter dicken Treibstoffleitung angenommen worden, die von einem Tanklager in Feldkichen über die Gemeindegebiete Finsing, Oberneuching und Moosinning dirkekt zum Münchner Flughafen führt. Rund 100 Einsatzkräfte und Fachstellen proben den Ernstfall bei schönstem Herbstwetter.

Die Betreiberfirma der Pipeline, die OMV Deutschland, reagierte laut Szenario sofort und ließ über die Integrierte Leitstelle Großalarm für den Mittleren Isakanal und diverse Bachläufe entlang der Pipeline auslösen. Im Mittelpunkt dieser Großübung stand die Koordination zwischen den Führungskräften diverser Hilfsorganisationen, das Zusammenarbeiten der Einsatzkräfte und Behörden sowie der Aufbau der im Alarmfall vorgesehenen Ölwehreinrichtungen in fließende Gewässer. Hauptaugenmerk lag dabei auf dem Mittleren Isarkanal.

Bei der Ölwehrübung waren neben der OMV-Werksfeuerwehr die Freiwilligen Feuerwehren aus den Landkreisen Erding und Ebersberg, das Technische Hilfswerk Freising, die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Erding, die Polizeiinspektion Erding, das Wasserwirtschaftsamt München, das Polizeipräsidium Oberbayern Nord, die Integrierte Leitstelle Erding sowie das Landratsamt Erding involviert. Ziel der Übung war es, die Instrumentarien zur erfolgreichen Bekämpfung eines echten Ölunfalls an den Mineralölfernleitungen der OMV Deutschland zu testen und Erkenntnisse für eventuell notwendige Verbesserungen zu gewinnen.

Mit von der Partie war auch der Geschäftsführer der OMV Deutschland, Thomas Gangl, der die Einsatzkräfte nach der Übung zu einem Mittagessen ins Feuerwehrgerätehaus nach Altenerding einlud. „Unsere Anlagen werden hervorragend nach dem neuesten Stand der Technik gewartet. Dennoch könnte es äußere Einflüsse geben, die Eure Hilfe notwendig machen könnten. Ohne eure Hilfe wären wir dann chancenlos“, so Gangl in seiner Dankesrede an die Übungsteilnehmer. sin

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