Weltpremiere: Die „3Haxn“ mit Michael Well. Fotos: fkn

Gaststätte im Jakobmayer

Oktoberbrettl: Drum singe, wem Gesang gegeben

Dorfen – Einmal auf der Bühne stehen, singen, musizieren – und schauen, wie das Publikum darauf reagiert. Was dabei rauskommt, können die Besucher am morgigen Freitagabend im Gasthaus im Jakobmayer-Kulturzentrum erleben. Unter dem Motto „Nei aufzong!“ findet das zweite „Oktoberbrettl“ statt.

Trauen sich auch: Cornelia Löwe und Jörg Reckhaus.

Die offene Bühne war zu Zeiten der legendären Kleinkunstbühne „Soafa“ eine Institution. Die frühere Soafa-Wirtin und jetzige Jakobmayer-Managerin Birgitt Binder hat das „Oktoberbrettl“ im vergangenen Jahr mit großem Erfolg wiederbelebt. Bei der zweiten Auflage am Freitagabend gibt es sogar eine Weltpremiere: die „3Haxn“ treten auf. Mit dabei: Michael Well von der legendäre Biermösl Blosn. Die Motivation ist enorm, die Risikobereitschaft auch. Anni (Passauer Starlet) und Claudia (Münchner Kindl) lernen erst seit ein paar Tagen Akkordeon, Gitarre und Tuba. Anni kann singen, Claudia muss. Michael probiert sich in Banjo, Steppschuhen und außerfamiliärem Kontakt.

Aus Dorfen wagen sich die „Zwei Grafiker“ auf die Bühne. Das Ehepaar Cornelia Löwe und Jörg Reckhaus sind im Hauptberuf Print- und Webdesigner mit einem Hang zur Musik. Sie spielen humorige Lieder aus ihrer norddeutschen Heimat und singen Geschichten von Wikingerhäuptlingen und glücklosen Fischern. Christina Schmidt aus München erzählt in ihren selbstgeschriebenen Liedern von Liebe, Hoffnung und Enttäuschungen. Begleitet wird sie von Heiko Maser an der akustischen Gitarre. Markus Nagy singt bayerische, selbstgeschriebene Lieder über alles was ihn bewegt.

Ebenfalls aus Dorfen kommt die Band „Vintage“. Die fünf Jungs im besten Alter spielen selten gehörte Rocksongs, die durch mehrstimmigen Gesang und durch außergewöhnliche Instrumentierung klangfrisch neu daherkommen. Rix Rottenbiller geht es schlicht und ergreifend darum, dem Publikum Erlebnisse aus seinem Alltag, ob privater Natur oder auch die eines DJ’s näher zu bringen. „Als DJ lernst du Personen kennen, die im Laufe des Tages durch und vor allem mit Alkohol zu einem fremden Wesen aus einer anderen Zeit mutieren“, sagt er.

Auf die Besucher wartet ein kunterbunter Brettlmix. Der Eintritt ist frei.  ar

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