Ortsumfahrung: ÜWG ruft zu gemeinsamen Feldzug auf

Dorfen - Die ÜWG im Stadtrat ruft alle Gruppierungen in Dorfen zur Zusammenarbeit auf. Gemeinsam müsse man eine B 15-Ortsumfahrung erzwingen.

„Die Verkehrssituation in Dorfen ist nicht nur lästig, weil es einmal ein paar Minuten dauert, um von der einen Seite der B 15 auf die andere zu gelangen. Lärm und Abgase stellen auch ein gesundheitliches Problem für die Bürger dar, von der Gefährdung von Schulkindern beim Überqueren der Straße ganz zu schweigen“, so der Fraktionsvorsitzende der ÜWG, Achim Steiger. Auf die B 15 neu zu warten, sei verfehlt. „Nach dem derzeit geltenden Bundesverkehrswegeplan ist der für Dorfen relevante Abschnitt der B 15 neu nur im weiteren Bedarf enthalten. Es wird Jahrzehnte dauern, bis konkret an einen Bau dieser Straße herangegangen wird. Dorfen muss jedoch jetzt handeln und darf sich nicht von Bundes- oder Landespolitikern auf den St. Nimmerleinstag vertrösten lassen“, fordert Steiger. Wichtig hält es die ÜWG auch, die Gegner einer Ortsumfahrung mit ins Boot zu holen. „Auch ihre Meinung, ihre Argumente sind wichtig, um eine sinnvolle, rationale Entscheidung treffen zu können, auch wenn wir derzeit der Auffassung sind, dass am Bau einer Umgehungsstraße kein Weg vorbeiführt, um den drohenden Verkehrsinfarkt in Dorfen zu verhindern.“ Und Steiger geht noch einen Schritt weiter: „Wenn man in Dorfen von Umgehungsstraßen spricht, dürfen auch Schwindkirchen und Landersdorf nicht vergessen werden, die ebenfalls massiv unter Durchgangsverkehr leiden.“

Dass jetzt auch Bürgermeister Heinz Grundner geäußert habe, man müsse in Sachen Ortsumfahrung an einem Strang zu ziehen, werde von der ÜWG „mit Wohlwollen aufgenommen“. Die ÜWG habe dies seit langem gefordert, „wir fanden damit jedoch - vorsichtig formuliert - bislang kein Gehör“, so Steiger.

Auch beim Bahnausbau wolle die ÜWG die Öffentlichkeit mobilisieren und verhindern, dass Dorfen durch die Bahn geteilt werde. „Die befürchtete B 15-Rampe bis zur Agip-Tankstelle oder meterhohe Lärmschutzwände entlang der Bahntrasse wären für das Stadtbild eine Katastrophe“, so der ÜWG-Fraktionschef.

Anton Renner

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