Die Sturmschäden begutachten WBV-Vorsitzender Rainer Mehringer und Forstpraktikantin Julia Schißlbauer.F.: fkn

Osterspaziergang im Wald zu gefährlich

Landkreis - Der Sturm Niklas bringt uns heuer um ein beliebtes Ostervergnügen: Der Waldspaziergang sollte besser ausfallen. Er würde einfach zu gefährlich werden.

Zwar hat der Sturm diesmal keine Schneise der Verwüstung durch die Wälder gezogen, wie das beispielsweise Orkan Lothar vor 16 Jahren gemacht hat. Doch es sind einige Schadensnester entstanden, die unverhofft auftauchen können und für Spaziergänger großes Gefahrenpotenzial bergen. Rainer Mehringer, Vorsitzender der Waldbesitzervereinigung (WBV) Erding: „Wir raten zur großen Vorsicht bei geplanten Osterspaziergängen in unseren Wäldern. Besser wäre es, man würde vorerst Waldflächen ganz meiden.“

Orkan Niklas hat im Landkreis Erding über 10 000 Festmeter Schaden in Fichtenbeständen durch Windwurf, Wurzelausstockungen, Stammbrüche sowie Kronenbrüche angerichtet, erklärt Mehringer. Der WBV-Chef: „Es war das stärkste Sturmschadensereignis seit Kyrill. Die Hauptschadensflächen, liegen im Südosten des Landkreises.“

Was den Aufenthalt im heimischen Wald momentan und auch in naher Zukunft so gefährlich macht, ist die fragile Situation vieler vom Sturm geschädigter Bäume, die instabil geworden sind. Mehringer: „In den nächsten Wochen können noch Wipfel zu Boden stürzen beziehungsweise aufgehängte Bäume sich lösen. Höchste Vorsicht ist daher geboten.“

Der Vorsitzende der Waldbesitzervereinigung appelliert an die Mitglieder: „Die Aufarbeitung der Sturmschäden sollte zügig und rasch erfolgen, da in knapp drei Wochen mit dem ersten Schwärmflug des Borkenkäfers zu rechnen ist, der durch die vielen Einzelwürfe und Schadensnester ideale Brutbedingungen vorfindet.“ Sturmschäden sollten fachgerecht und von Profis aufgearbeitet werden, da hierbei die Unfallgefahr besonders hoch ist. Die WBV Erding stehe den Waldbesitzern dabei mit ihrem kompletten Dienstleistungsangebot zur Verfügung.

ml

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