Am Schlehbach

Maximal Tempo 30 im neuen Baugebiet

Das neue Baugebiet Am Schlehbach in Ottenhofen nimmt immer konkretere Züge an. Nun stellte Sebastian Rehm vom Architekturbüro Wipfler Plan den Gemeinderäten den überarbeiteten Straßenplan vor.

Ottenhofen– „Wichtig war bei der Planung vor allem, die Geschwindigkeit auf den Straßen innerhalb des neuen Baugebiets so niedrig wie möglich zu halten. Das kann mit Bepflanzung und der Anlage von Parkplätzen als passiver Bremshilfe ganz gut gelingen“, erklärte der Planer. Die gesamte Straßenbreite werde etwa fünf Meter betragen, davon seien für die Fahrbahn etwa 2,50 Meter geplant. Der Rest werde für Bepflanzung, Parkplätze und Gehweg gebraucht. So würden die Autofahrer quasi gezwungen, sehr langsam durch den Wohnbereich zu fahren: Eine Geschwindigkeit von 30 km/h werde kaum überschritten werden können.

Um Problemen der künftigen Bewohner entgegenzuwirken, erklärte Rehm, dass bei der Bepflanzung darauf geachtet werde, dass die Bäume auch bei größerem Wuchs die Häuser nicht beeinträchtigten. „Wir haben auch einen dritten Wendehammer aufgenommen. Das ist für die Müll- und Lieferfahrzeuge eine bessere Lösung“, führte Rehm weiter aus.

Andreas Lippacher (FWO) sprach die Möglichkeit an, die Inseln der Wendehämmer als Spielplätze für die Siedlungskinder nutzen zu können. Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD) machte ihre Erfahrungen mit solchen Inseln gleich deutlich: „In der Siedlung, in der ich wohne, haben wir auch einen Wendehammer. Dort siehst du nie Kinder darauf spielen. Die fahren viel lieber mit ihren Rollern oder radeln um die Inseln herum.“ Georg Lippacher (FWO) hätte gerne Parkplätze auf den Inseln gehabt. „Ihr werdet sehen, dass in den Wendehämmern immer wieder Autos geparkt werden, egal ob Bewohner oder Gäste. Und dann sind wieder die Probleme da, dass große Transportfahrzeuge der Entsorgung oder auch Öllieferanten nicht mehr weiterkommen“, sagte Schley dazu.

Diskussionen gab es auch über den Ausbau der Straße Schlehbachweg, die direkt ans neue Baugebiet angrenzt. Hier ist eine neue Fahrbahn von vier Metern Breite geplant. Dazu kommt ein zwei Meter breiter Multifunktionsstreifen, sprich eine Fläche für Gehweg, Parkbereiche und Bepflanzung. Andreas und Georg Lippacher waren skeptisch gegenüber dieser Planung. Andreas Lippacher meinte, dass der meiste Verkehr dieses Bereichs auf dieser Straße stattfinden werde. „Und dafür ist die Fahrbahn eindeutig zu schmal.“

Rehm wies darauf hin, dass vier Bäume eines Anliegers und ein Baum auf Gemeindegrund es nicht erlauben würden, die Straße sehr viel breiter auszubauen. Bürgermeisterin Schley weckte Hoffnungen, dass man mit dem Anlieger über die Bäume noch reden könne. Das Exemplar auf Gemeindegrund sei sicher kein Problem.

„Natürlich wäre es ideal, hier eine Fahrbahn von fünf Metern zu haben. Dazu kämen noch 2,50 Meter für Parkplätze und 1,50 Meter für einen Gehweg. Das ist allerdings schon ziemlich viel“, sagte sie. Stefan Reischl (CSU) setzte noch eins drauf: „Wegen einem Meter aus dem Baugebiet sollten wir nicht darauf verzichten, die Straße ordentlich auszubauen.“ Rehm bekam die Bitte mit auf den Weg, die besprochenen Punkte in die weitere Planung aufzunehmen.

rg

Rubriklistenbild: © dpa

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