Viel zu schmal ist die Überführung der Bahn über die Herdweger Straße in Ottenhofen. Will die Gemeinde einen breiteren Durchgang, wird es teuer.
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Bahnausbau

Ottenhofen äußert Wünsche

Dem geplanten zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke München-Mühldorf (ABS 38) widmet der Ottenhofener Gemeinderat eine öffentliche Sondersitzung. Am Mittwoch, 24. Januar, stehen ab 19 Uhr im Schützenheim „Planungswünsche und Verlangen der Gemeinde“ auf der Tagesordnung.

Ottenhofen – Bereits beim Neujahrsempfang vor gut einer Woche hatte Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD) den Ausbau angesprochen (wir berichteten). Dabei ging es auch um die Bahnunterführung an der Schwillacher Straße, die viel zu eng sei. Und wenn diese enge Röhre noch mal um sechs Meter länger würde, wäre das ein Drama. Aber auch die Unterführung der Herdweger Straße sei ein Nadelöhr. „Das ist doch ein Wahnsinn. Das muss 100 Jahre halten“, sagte Schley beim Empfang auf Nachfrage unserer Zeitung.

Es gehe im Kern um drei solcher Bauwerke, bei denen die Gemeinde finanziell beteiligt werde. Es gebe eine wage Schätzung, was an der Gemeinde hängen bleiben könnte. Da sei von bis zu drei Millionen Euro die Rede, aber es gebe noch enorm viele Fragezeichen, so Schley. Die Gemeinde habe eine Rechtsanwaltskanzlei zu diesem Thema eingeschaltet, sagte sie weiter.

Es werde mit Sicherheit Zuschüsse der Regierung von Oberbayern geben, zeigte sich die Rathauschefin zuversichtlich. „Aber auch der Bund muss was dazu geben, sonst geht es nicht.“

Welche „Planungswünsche und Verlangen“ die Gemeinde Ottenhofen nun in das laufende Verfahren einbringen wird, soll in der Sitzung am Mittwoch besprochen werden. Die Deutsche Bahn AG hat eine eigene Internet-Präsenz zu diesem Streckenausbau ins Netz gestellt: Unter www.abs38.de können Interessierte sogar Computeranimationen für einzelne Bereiche anschauen, wie die dann zweigleisige und elektrifizierte Strecke wirken soll. 160 km/h sollen möglich werden. Auf der Gesamtstrecke werden 166 Brückenbauwerke, 43 Bahnübergänge und 19 Bahnhöfe um- oder neu gebaut. Klaus Kuhn

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