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Eine echte Bienenwabe zum Anfassen hatte Imker Konrad Rappold für die Kinder des Ferienprogramms dabei.

Ferienprogramm Ottenhofen

Ein Bienenleben voller Aufgaben

Ottenhofen – Unwahrscheinlich faszinierende Tiere sind Bienen laut Imker Konrad Rappold. Beim Ottenhofener Ferienprogramm führte er acht interessierte Kinder hinter die Kulissen seines Bienenhauses.

Sehr weite Strecken, beispielsweise rund vier Kilometer von Ottenhofen bis nach Markt Schwaben, können Honigbienen zurücklegen – und das mit einer hohen Geschwindigkeit, verrät Hobbyimker. Ein Tempo von bis zu 25 Kilometern pro Stunde können die kleinen Insekten erreichen. „Natürlich nur, wenn sie noch auf dem Weg zum Sammeln sind. Wenn sie bereits Gepäck haben, fliegen sie deutlich langsamer und tiefer“, erklärt Rappold.

Doch nicht nur das Sammeln von Pollen und Nektar sei eine Aufgabe der fleißigen Bienchen. Je nach Alter haben die Insekten auch andere wichtige Dinge zu erledigen. Die ganz jungen Stockbienen müssen beispielsweise die Zellen des Bienenstocks putzen. Mit dem Alter der Biene verändert sich auch das Aufgabenfeld. Vom Füttern der Larven über das Bauen von Waben bis hin zum Blütenbesuch haben sie während der etwa 35-tägigen Lebenszeit viel zu tun.

Doch auch der Imker muss sich eine Menge Zeit für seine Tiere nehmen. „Die Bienenzucht ist wirklich sehr aufwändig“, sagt Rappold. Er weiß, wovon er spricht, denn er kümmert sich bereits seit 48 Jahren um seine Bienenvölker. Mittlerweile besitzt er sieben Bienenstöcke in Ottenhofen, in denen aktuell rund 30 000 Insekten pro Stock leben. Zehn weitere Stöcke stehen in Unterschwillach. „In den Monaten Mai und Juni sind es oft auch 60 000 Bienen pro Stock“, sagt Rappold und löst damit großes Erstaunen unter den Kindern aus.

„Da gibt es aber dann viel Honig“, ist von den neugierigen Besuchern zu hören. Das kann der Hobbyimker durchaus bestätigen. „An Honig mangelt es uns eindeutig nicht“, scherzt er. Eine beruhigende Antwort hat er auf die Frage, ob er oft gestochen werde. „Bienen stechen nur, wenn sie irgendwo eingeklemmt werden. Ansonsten sind das sehr friedliche Tiere“, sagt der Experte. Sein Tipp: Ruhig bleiben und nicht nach den Insekten schlagen.

Dass der Bienenhonig nicht nur als Brotaufstrich verwendet werden kann, durften die Kinder schließlich am eigenen Leib erfahren. Sie bekamen neben der Kostprobe eines Blütenhonigs auch süße Gummibärchen mit Honiggeschmack und pures Bienenwachs geschenkt, das als Seife verwendet wird.

Julia Adam

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