Die Bereitstellung von Krippenplätzen ist ein drängendes Thema in Ottenhofen (Symbiobild).
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Die Bereitstellung von Krippenplätzen ist ein drängendes Thema in Ottenhofen (Symbiobild).

Bürgermeisterin Schley bewahrt trotz drängender Projekte die Ruhe

Keine  überstürzten Eilentscheidungen in Ottenhofen

Keine überstürzten Eilentscheidungen: In Ottenhofen bewahrt Bürgermeisterin Nicole Schley trotz drängender Projekte die Ruhe.

Ottenhofen – Noch am Sitzungstag hatte sich die Verwaltung in Neuching entschlossen, die letzte in der aktuell verschärften Corona-Lage angesetzte Sitzung des Gemeinderats in Ottenhofen abzusagen. Am 21. April will Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD) noch eine Sitzung abhalten. Ihr Kommentar: „Das ist jetzt tatsächlich ausnahmemäßig.“

Nun gibt es eine ganze Reihe von Dingen, bei denen eine Entscheidung allerdings drängt. Bisher war regelmäßig kommuniziert worden, dass die Gemeinde bei der Bereitstellung von Krippenplätzen einen gewissen Zeitdruck hat. Tatsächlich stand auf der Tagesordnung der abgesagten Sitzung die Entscheidung über das weitere Vorgehen. Laut Schley geht es nun verschärft darum, Entscheidungen im Gemeinderat so weit vorzubereiten, dass sie dann auch sehr schnell getroffen werden können.

Was die Einrichtung von Krippenplätzen angeht, hat sie verschiedene Alternativen zusammen mit Gemeinderäten und Verwaltung erarbeitet: Die im Gremium entwickelte Idee, den Saal im bestehenden Pfarrheim zu nutzen, wird von Schley mit der katholischen Kirche besprochen. Von Seiten der katholischen Pfarrstiftung bestehe diese Möglichkeit, deutete sie an. Allerdings müssten dann im Gebäude einige Umbauten erfolgen.

Die zweite Idee bleiben die Container, die relativ kurzfristig aufgestellt werden könnten, so die Bürgermeisterin. Die ebenfalls aus dem Gemeinderat vorgetragene Lösung, ein bestehendes Gebäude anzumieten, ist ebenfalls noch nicht vom Tisch. Bis zu einer endgültigen Entscheidung Ende April werde die Verwaltung mit Sicherheit auch Klarheit darüber haben, ob diese Option überhaupt bestehe.

Die nächste Möglichkeit wäre eine Änderung der internen Organisation mit dem Umzug einer Kindergartengruppe in den Raum der Mittagsbetreuung. Auch diese Möglichkeit werde aktuell mit ihren Vorzügen und Nachteilen geprüft.

Schley rechnet nicht damit, dass sie in Zukunft verstärkt mit Eilentscheidungen arbeiten muss. Nach der Gemeindeordnung hat ein Bürgermeister zwar die Möglichkeit, eilbedürftige Entscheidungen zu treffen, wenn er hernach den Gemeinderat darüber informiert. Die Rathauschefin will dieses Mittel, wenn überhaupt, dann nur sehr schonend, einsetzen. Eine Durchsicht der anstehenden Themen ließ Schley zu dem Schluss kommen, dass sie auf diese Weise wohl werde arbeiten können.

Der Parteiverkehr in der Verwaltungsgemeinschaft ist weitgehend eingestellt. Die Bürgermeisterin berichtet, dass sich sehr viel am Telefon werde erledigen lassen. In den Fällen, in denen die persönliche Anwesenheit eines Bürgers unvermeidlich sei, würden entsprechende Vorkehrungen getroffen.

Es könne immer nur ein Bürger ins Ottenhofener Rathaus kommen. Schley bittet um Verständnis dafür, dass diese Maßnahmen bis auf Weiteres beibehalten werden müssten. Auf jeden Fall sei die Verwaltung weiterhin uneingeschränkt für die Bürger da.

Klaus Kuhn

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