Der Christmas Hill in Ottenhofen erstrahlt wieder
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Hält die Dunkelheit Einzug, strahlt der Christmas Hill mit dem Wunschnikolaus (l.) oder dem Schlitten auf dem Dach besonders schön.

Ab morgen leuchten am Christmas Hill die Lichter – Wegen Corona heuer kein Programm

„Damit die Leute ein bisserl Freude haben“

  • vonDaniela Oldach
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„Anleuchten“ heißt es am Samstag, 28. November, in Ottenhofen: Dann erstrahlt der Christmas Hill wieder. Veranstaltungen und den beliebten Glühwein-Ausschank gibt es heuer wegen Corona aber nicht.

Ottenhofen – Durch Corona gehen am Christmas Hill nicht die Lichter aus – im Gegenteil. Mit ihrem hell erleuchteten Haus und Garten am Eichenweg in Ottenhofen wollen Anni und Peter Huber auch heuer die Besucher erfreuen. Zwar in abgespecktem Rahmen, aber mit mindestens genauso viel Herzblut. Der Startschuss fällt am Samstag, 28. November, um 17 Uhr. Bis zum Dreikönigstag, 6. Januar, ist täglich zauberhafter Lichterglanz von 17 bis zirka 21.30 Uhr angesagt.

Noch werden die letzten Lämpchen angebracht, die letzten Steckverbindungen überprüft. Ein Rentier machte hier schlapp. „Im Keller habe ich es noch überprüft, da funktionierte alles reibungslos. Draußen dann nicht mehr. Anni hat das Rentier, das eine Kunststoff-Ummantelung hat, am offenen Herzen operiert“, verrät Peter Huber schmunzelnd. Jetzt ist es genesen und hat im Garten seinen Platz gefunden.

„Wenn es schon keinen Christkindlmarkt gibt, tun uns die Lichter so gut“

Ansonsten ist beim Aufbau, der Mitte Oktober startete, alles glatt gegangen. Die Resonanz aus der Bevölkerung sei schon während des Aufbaus positiv. „Mei, schön, dass ihr aufbaut. Wenn es schon keinen Christkindlmarkt gibt, tun uns die Lichter so gut“, habe ein Bekannter zu Peter Huber gesagt. Auf Glühwein, Kinderpunsch und Platzerl müssen die Gäste verzichten. „Das können wir nicht anbieten, weil wir die Abstände und Vorschriften nicht einhalten könnten“, sagt Anni Huber.

Besonders schade findet das engagierte Ehepaar, dass auch keine Veranstaltungen am Christmas Hill stattfinden können. Ob Weihnachtsmusik oder gemeinsames Singen: Die musikalischen Darbietungen erfreuten sich immer großer Beliebtheit. „Mir tut es auch für alle narrisch leid, die sich immer engagiert haben“, bedauert Peter Huber, der selbst als Musiker schon vor heimischer Kulisse gespielt hat. Auch Treffen von größeren Gruppen sind natürlich nicht gestattet. Wohl aber das Bewundern des Lichterzaubers.

Rentiere tummeln sich im Garten, Santa Claus fährt mit dem Schlitten übers Dach, Sterne funkeln an den Fenstern, und der Weihnachtszug tuckert über die Terrasse. Rehe und Schneemänner bevölkern ebenfalls das (derzeit noch) satte Grün. Und auch ein australischer Gruß von Tochter Daniela darf nicht fehlen: Von ihr kommt der Weihnachtsmann, der die Tage bis Heiligabend zählt. Beim Wunschnikolaus dürfen Mädchen und Buben wieder ihre Briefe abgeben, denn das Tor zum Grundstück ist geöffnet. „Es wäre ein Unding für die Kinder und auch für die Erwachsenen, wenn sie nicht in den Garten und in die Einfahrt kommen könnten und alles nur aus der Entfernung bestaunen müssten“, stellt Peter Huber klar. Jeder Gast müsse sich aber an die Spiel-, also an die Abstandsregeln halten. Hier appellieren die Hubers an die Vernunft der Besucher. Nur dann könne man dies so anbieten.

Geld für den guten Zweck wird trotzdem gesammelt

Geld für den guten Zweck sammeln sie zudem weiterhin. Alle Spenden der Besucher gehen vollständig an die Elterninitiative Intern 3 im Dr. von Haunerschen Kinderspital München. „Das Rekordergebnis mit 16 005 Euro aus dem Vorjahr werden wir heuer nicht toppen“, glauben die Hubers, die sich dennoch über jede Gabe in die Spendenbox freuen. Wer eine Spendenquittung benötigt, packt seine finanzielle Zuwendung in ein Kuvert und schreibt seine Adresse drauf. Um die Formalitäten kümmern sich die Hubers.

Peter Huber listete in den vergangenen Jahren die Einnahmen auf Heller und Pfennig auf. Begonnen hatte das Ehepaar in der Weihnachtszeit 2004/05 mit Erlösen von 2262 Euro. Seitdem haben sie insgesamt schon 137 366 Euro an Spenden gesammelt. Hinzu kommen noch 1448 Euro, die Anni Huber durch das Nähen von Masken für den guten Zweck heuer eingenommen hat.

Für die anstehende Saison sind schon 5000 Euro zusammengekommen. Die Schwester eines Gemeindebürgers ist verstorben, statt Blumen und Kränze wurde für die Aktion der Hubers gesammelt und der Betrag dann aufgestockt.

do

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