Das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Ottenhofen. Die angedachte Erweiterungsfläche ist rechts im Bild zu sehen.
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Wird sein Gesicht gründlich verändern: Das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Ottenhofen. Die angedachte Erweiterungsfläche ist rechts im Bild zu sehen.

Gemeinde Ottenhofen vergibt Planungsleistungen

Das Feuerwehrhaus bekommt einen Anbau

Die Gemeinde Ottenhofen hat die ersten Planungsleistungen für die Erweiterung des Feuerwehrhauses vergeben. Ein Arbeitsgruppe und die Kommandanten begleiten das Vorhaben.

Ottenhofen – Erster Teilvollzug beim großen Vorhaben einer Sanierung des Feuerwehrhauses in Ottenhofen: Wie mehrfach berichtet, hat die Kreisbrandinspektion einige ernste Mängel festgestellt, auf die die Gemeinde mit ersten, noch etwas improvisierten Maßnahmen reagiert hat – etwa im Bereich der Sicherheit der Einsatzkräfte, deren Anmarschwege sich eben nicht mit denen der ersten bereits abrückenden Freiwilligen kreuzen dürfen. Aber Probleme wie eine fehlende Schwarz-Weiß-Trennung und auch drohender Platzmangel lassen sich nur durch umfassende Umbaumaßnahmen lösen. Genau diese werden jetzt angegangen.

Einstimmig vergab der Gemeinderat die Leistungsphasen eins und zwei, das sind die Grundlagenermittlung und die Vorplanung, an das Architekturbüro Michael Jaksch aus Forstern, das bei einer Ausschreibung das günstigste Angebot abgegeben hatte. Insgesamt waren drei Büros angeschrieben worden, davon zwei im Kreis Erding.

Neue Mitglieder für die Arbeitsgruppe

Alle drei haben Erfahrungen mit Feuerwehr-Gerätehäusern und öffentlichen Gebäuden, wie Bürgermeisterin Nicole Schley (SPD) auf Nachfrage berichtete. Sie ließ ausdrücklich offen, ob dieses Büro dann auch den ganzen Bau durchzieht. „Wir vergeben jetzt nur diese beiden Leistungsphasen“, betonte sie. Am Ende der Vorplanung wird dann eine Vorstellung über die zu erwartenden Kosten stehen.

Um das Vorhaben begleiten zu können, war noch vor der Kommunalwahl eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen worden. Einige der Mitglieder sind aber nicht mehr im Gemeinderat. Auf die Frage Schleys, wer hier mitarbeiten möchte, meldeten sich spontan drei engagierte Ratsmitglieder: Verena Stadler (CSU), Alfred Greckl (FW) und Stefan Reischl (CSU). Zwei der Arbeitsgruppen-Mitglieder sind zudem bei der Feuerwehr engagiert.

Erste Skizze sieht Anbau zwischen Gerätehaus und Bauhof vor

Zu tun gibt es viel, auch die Kommandanten werden in den laufenden Prozess laufend eingebunden. Die erste noch grobe Skizze sieht etwa einen Anbau vor, der die Lücke zwischen Gerätehaus und Bauhof schließt, 12,5 Meter tief wird und 5,5 Meter breit. Hier steht bereits ausdrücklich „förderfähig“ in den Unterlagen für die öffentliche Sitzung.

Die Fassade des Gebäudes zum Platz hin wird sich nach dieser Skizze drastisch ändern: Das Gebäude wird tiefer und der Bereich der Fahrzeuggarage um zwei Meter in den Platz hinein vergrößert, um von der Straße her an einem Gebäudeeck den Alarm-Zugang schaffen zu können. Auf diese Weise aber gewinnt die Gemeinde den nötigen Platz für die Freiwilligen, um in die Schutzkleidung zu schlüpfen, bevor sie zu den Fahrzeugen gehen. Das löst auch das drängende Problem der Sicherheit im Ausrückefall.

Weiter reichen die Planungen bisher noch nicht, aber der Architekt bekommt jetzt schon mal eine grobe Richtung. Der Gebäudeteil, der beispielsweise von den Heimatforschern genutzt wird, bleibt diesem Vorentwurf zufolge unverändert.

Klaus Kuhn

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