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Mit einer traditionellen indonesischen Kopfbedeckung kam der 24-jährige Robinto aus Ottenhofen zum DSDS-Casting. Er überzeugte die Jury. 

DSDS-Teilnehmer Robinto aus Ottenhofen 

Kleiner Mann mit großer Stimme

Der 24-jährige Robinto lebt seit einem guten halben Jahr in Ottenhofen. In Deutschlands bekanntester Castingshow hat er sich vor die Jury gewagt: Der gebürtige Indonesier stellt sich bei DSDS dem Urteil von Poptitan Dieter Bohlen.

Ottenhofen – „Robinto, Robinto. Komm geschwinto hier on den Stern!“, rief Poptitan Dieter Bohlen etwas verworren, als der kleine Indonesier aus Ottenhofen sich zum Vorsingen bei der Castingshow Deutschland sucht den Superstar vor die Jury wagte. „Ich war sehr, sehr nervös – immerhin ist das im Fernsehen“, erzählt der 24-Jährige nach seinem Auftritt und schwärmt: „Dieter Bohlen, den kenne ich. Carolin Niemczyk, Mousse T. und Ella Endlich kannte ich vorher nicht, aber alle waren sehr nett.“

Mit geschlossenen Augen trug der Ottenhofener „Bring Him Home“ aus „Les Misérables“ vor. Bis auf Mousse T. („Sex Bomb“) war die Jury begeistert. „Du warst mit vollem Herzen dabei, und irgendwie war es schön, dir zuzuschauen“, schwärmte Niemczyk. Und Bohlen meinte: „Du hast mit vollem Herzen gesungen. Ich hätte nie gedacht, dass aus so einem kleinen Persönchen so eine riesige Stimme rauskommen kann.“ So schaffte es Robinto mit drei Ja-Stimmen in den Recall. „Ich glaube, dass DSDS mein Leben verändern kann“, sagte der Ottenhofener unter Tränen.

Eigentlich heißt der Indonesier einfach nur Robinto. Im Indonesischen ist die im Deutschen übliche Aufteilung in Vor- und Nachname in der Regel nicht vorhanden, sagt er. So wird in Deutschland oft der indonesische Name als beides eingetragen.

Der 24-Jährige kommt ursprünglich aus dem Westen Kalimantans (Borneo). Dort musste er auf der Straße singen, um sich seine Ausbildung an der Universität leisten zu können: Robinto ist Krankenpfleger. Als er eines Tages einen Deutschen kennenlernt, der ihm von seinem Leben hier erzählt, beginnen Robintos Schwärmereien. „Deutschland war immer mein großer Traum“, sagt er. Im Internet informiert er sich über das Land, die Sprache – und stößt auch auf DSDS. „Ich habe viele Staffeln verfolgt und wollte immer mal dort singen.“

Mit der Hilfe seines deutschen Bekannten sei er nach Deutschland ausgewandert. „Ich bin glücklich, dass ich ihn und seine Familie habe. Sie sind sozusagen meine deutsche Familie“, erzählt Robinto, der inzwischen seit einem guten halben Jahr in seiner eigenen Wohnung in Ottenhofen lebt und rundum zufrieden ist: „Meine deutsche Familie wohnt hier, und ich liebe es, auch wenn es ein kleines Dorf ist. Aber mit der S-Bahn komme ich überall hin“ – auch zu seiner Arbeit im Pflegeheim Walterhof in Markt Schwaben.

So sehr ihm seine neue Arbeitsstelle auch gefällt: Einen Haken daran verrät Robinto doch: „Ich liebe meinen Job, aber es ist schwierig, weil ich so klein bin“, berichtet der 1,65 Meter große Mann, der dennoch am liebsten wieder als Krankenpfleger arbeiten würde. Zuerst müsse aber sein Diplom aus Indonesien anerkannt werden. Hierfür müsse Robinto eine Prüfung erfolgreich bestehen, was nur mit guten Sprachkenntnissen möglich sei. Um das nötige Level zu erreichen, fahre er fünfmal die Woche zum Sprachkurs nach München.

Wehmütig berichtet der junge Mann, dass er seine indonesische Familie in der Heimat habe zurücklassen müssen. „Aber vielleicht können sie mich mal besuchen kommen, wenn ich genug Geld für ihre Reise habe. Das wäre schön.“

Neben einem Wiedersehen mit der Familie träumt der Ottenhofener auch von einer Karriere als Sänger. „Wenn ich singe, fühle ich mich besser und selbstbewusst“, sagt er und erzählt: „Mit 13 Jahren habe ich angefangen, im Chor zu singen. In der Kirche, in der Schule und auf der Straße habe ich das Singen gelernt.“ Pop und Klassik sind seine Stilrichtungen, sein musikalisches Vorbild ist der amerikanische Sänger Josh Groban.

Robinto im Fernsehen

Robinto aus Ottenhofen ist ab Samstag, 17. März, im Deutschland-Recall von DSDS auf RTL zu sehen.

Franziska Böhm

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