Ehemaliges Autohaus-Gelände 

Günstige Wohnungen: Gemeinde baut selbst

Ottenhofen möchte sozialen Wohnungsbau durchführen und dies scheinbar auf dem Grundstück eines ehemaligen Autohauses.

Ottenhofen Die Gemeinde Ottenhofen will auf dem Areal des ehemaligen Autohauses Bauer an der Ortsdurchfahrt bekanntlich sozialen Wohnungsbau auf den Weg bringen. Aktuell sieht es danach aus, als ob die Kommune dies selbst stemmen will.

Im Gemeinderat rechnete Bürgermeisterin Nicole Schley jetzt vor, dass es 30 Prozent Förderung gebe, dazu 60 Prozent zinsverbilligte Darlehen. So werde über ein Doppelhaus mit gemeinsamer Erschließung nachgedacht – mit insgesamt vielleicht vier Wohneinheiten – sowie über ein Punkthaus, das bis zu acht weitere Wohneinheiten haben könnte.

Genaueres steht laut Schley noch nicht fest, weil sich die Arbeitsgruppe, die der Gemeinderat eingesetzt hat, noch nicht auf die Wohnungsgrößen festgelegt habe. Sicher sei nur, dass es ein Millionenprojekt an der Erdinger Straße werde. Dazu ist angesichts der Honorarsumme für die Planung nach Überzeugung Schleys dann ein so genanntes VOF-Vergabeverfahren für die Auswahl des Planungsbüros erforderlich.

Weil die Gemeinde im Besitz der Fläche ist, sei sie in einer vergleichsweise komfortablen Situation, erklärte die Bürgermeisterin. „Die Mieteinnahmen tragen den Abtrag der Darlehen, und nach 20 Jahren gehört das uns.“

Bleiben die Abrisskosten für das Autohaus. Diese soll eigentlich jener Investor tragen, mit dem die Gemeinde über einen Teil der Fläche ins Geschäft kommen will, so der Wunsch. Denn die Gemeinde will nicht das gesamte Areal für den geförderten Wohnungsbau verwenden.

Allerdings kann die Suche nach einem Bauträger erst dann beginnen, wenn der Bebauungsplan steht. Das ist nach den Worten der Bürgermeisterin noch nicht so weit. „Der will ja wissen, was er kann und darf – und was nicht“, sagte Schley mit Blick auf einen Investor.  klk

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