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Ungewohnte Einblicke: Die Kinder durften in St. Stephanus Unterschwillach bis in den Kirchturm steigen. 

Ferienprogramm Ottenhofen 

Der Aufstieg auf den Kirchturm ist der Höhepunkt

Einen Blick hinter die Kulissen der Kirche St. Stephanus Unterschwillach durften zwölf Kinder beim Ferienprogramm werfen. Es ging auch rauf bis unters Dach.

Unterschwillach – Einmal bewusst wahrnehmen, wie es sich anfühlt, von draußen in die Kirche zu gehen. Das sollten die Kinder, die im Ottenhofener Ferienprogramm an der Kirchenführung mit Mesner Hubert Rappold teilnahmen. Ziemlich kühl und angenehm im Vergleich zu den draußen herrschenden 30 Grad ist die Luft in der Kirche. Und der typische Geruch des Gotteshauses ist unverkennbar, wie sich die Kinder schnell einig waren.

Automatisch wurde ein bisschen leiser gesprochen, denn Geräusche hallen durch das komplette Gebäude. Einmal innehalten und die Atmosphäre in der Kirche St. Stephanus bewusst auf sich wirken lassen, das verlangte Rappold zu Beginn der Kirchenführung mit den zwölf jungen, größtenteils aus Unterschwillach stammenden Teilnehmern. Auch einige interessierte Eltern hatten sich spontan entschlossen, sich ihren Kindern anzuschließen, denn auch sie kannten gewisse Bereiche der Kirche in ihrem Heimatort trotz regelmäßiger Besuche nicht.

Ganz in Gegensatz zu Rappold. Er kennt die Schwillacher Kirche wie seine eigene Westentasche. Vor einigen Jahren hat er die Aufgaben des Mesners von seiner Mutter Hilde übernommen, die sich die Führung mit dem Nachwuchs ebenfalls nicht entgehen lassen wollte.

Der Mesner hat bereits zu Beginn Wissenswertes vermittelt – gekleidet in seinem typischen Mesnergewand, empfing er seine Besucher. „Das nennt man Talar. Dieses Wort kommt von dem lateinischen Ausdruck talus und bedeutet so viel wie ,bis zu den Knöcheln reichend‘“, erklärte er.

Nach Informationen zu den unterschiedlichen Heiligen, der Inspektion der Sakristei und einem Besuch auf der Kanzel überraschte Rappold die Kinder mit einer Vermutung über die Gottesmutter Maria: „Sie hat wahrscheinlich überhaupt nicht so ausgesehen, wie sie bei uns immer dargestellt wird, denn sie kam ja nicht von hier. Sie müsste einen eher dunkleren Hautton gehabt haben.“ Für die Bayern sei die Heilige Maria jedoch enorm wichtig. „Sie wird hier sehr verehrt, denn sie gilt als die Schutzheilige Bayerns.“

Steile Treppen hoch unters Dach

Der Höhepunkt der Kirchentour: der Aufstieg auf den Kirchturm. Ein bisschen Respekt vor den steilen und schmalen Treppen, den Spinnweben und den massiven Mauern war einigen Kindern anzusehen. Überwogen haben jedoch die Faszination und der Wille, die großen Glocken zu sehen. Belohnt wurden die Kinder anschließend mit Eis. 

Julia Adam

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